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Eckernförde Flauschige Sprungkünstler
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15:55 29.06.2015
Von Uwe Rutzen
Bis zu 45 Zentimeter hoch sind die Hindernisse, die von den Kaninchen übersprungen werden müssen. Otto Lilienthal von Rike Daetz meistert diese Höhe problemlos. Quelle: Uwe Rutzen
Altenholz

Nardus’ Neottia Nepalensis af Zenta – solch ein Name ist bestimmt nicht alltäglich. Und für Lisa Hein ist ihr siebenjähriger Kaninchenbock gleichen Namens auch wirklich etwas ganz Besonderes. Am Wochenende nahm die junge Dänin mit ihm und einigen anderen ihrer flauschigen Vierbeiner am Kanin-Hop-Turnier in Altenholz teil. Insgesamt gingen 27 Teilnehmer aus drei Nationen mit 73 Tieren in sechs verschiedenen Wettbewerben an den Start.

Kaninchen zählen zu den Lieblingstieren von Kindern. Sie sind nicht so teuer wie Pferde. Man muss mit ihnen nicht Gassi gehen wie mit Hunden, und sie sind so toll zum Kuscheln. Das hat auch Rike Daetz, 23-jährige Studentin der Agrarwissenschaften, früh festgestellt. Schon als Neunjährige zog es sie immer wieder zu den Zuchttieren ihres Vaters. Die Verbundenheit zu den Langohren ist geblieben. Am Wochenende richtete sie als Mitglied des Kaninchenzuchtvereins U 24 Kiel-Ostufer das Turnier in Altenholz aus und ging mit einigen ihrer Tiere auch selbst an den Start.

Beim Kanin-Hop kommt es darauf an, dass die Tiere springend mindestens acht und maximal 14 Hindernisse überwinden. In der Paradedisziplin, der Eliteklasse, sind diese Hindernisse bis zu 45 Zentimeter hoch und bis zu 70 Zentimeter tief. Darüber hinaus gibt es – in Altenholz allerdings nicht auf dem Programm – noch Hochsprung-Wettbewerbe. Sch. Neottia Nidus-Avis aus dem Besitz von Lisa Hein hat erst kürzlich die dänische Meisterschaft mit einer übersprungenen Höhe von 90 Zentimetern errungen.

Eine Belastung für die Tiere sei das Springen nicht, sagt Rike Daetz: Sie würden das freiwillig tun – unabhängig von der Rasse. „Mittelgroße Tiere sind besonders gut geeignet“, weiß die Fachfrau und Trainerin. Vor allem Widder würden über eine große Sprungkraft in der Hinterhand verfügen.

Für das Turnier in Altenholz hatten zahlreiche Teilnehmer aus den Niederlanden und Dänemark gemeldet. Dort, so berichtet Rike Daetz, werde der Sport bereits sehr viel professioneller als hierzulande betrieben.

Dass der Sport vor allem von Mädchen betrieben wird, unterstreichen Bianca, Jana, Rita und Kaja. Das sympathische Quartett aus Ahrenbök nutzte die Pausen zwischen den Wettkämpfen, um Streicheleinheiten zu verteilen. Für einen Platz ganz weit vorn hat es an diesem Wochenende nicht für alle gereicht. Doch das stört sie nicht. „Zu Hause klappt das alles besser“, weiß die zwölfjährige Kaja. Dort würden die Langohren mit dem feinen Gehör auch nicht durch den Lärm startender und landender Maschinen vom nahe gelegenen Flugplatz in Holtenau gestört.

Die Ergebnisse:

Agility: 1. Hopsi, Jana Moeller (Ahrensbök); 2. DZ Magnum, Rosalie Schmidt (Berlin); 3. Jasper, Anja Schönfeld (NL).

Punktespringen: 1. Floras Catalina, Aase Bjerner (DK); 2. Sch. Neottia Nidus-Avis, Lisa Hein (DK); 3. Stald Fuglsangs Blue Petunia, Bente Bøje Jensen (DK).

Leicht Junior, gerade: 1. Captain Future, Rike Daetz (U 24 Kiel); 2. DZ Hasta La Vista, Gesa Heitmann (HB3); 3. Flocke, Jana Moeller (Ahrensbök).

Mittlerer Parcours: 1. Stald Fuglsangs Blue Petunia, Bente Bøje Jensen (DK); 2. Blancos Epata Abu Sir, Alison Bøje Due Jensen (DK); 3. Nelly Jump, Anja Schönfeld (NL).

Schwere Klasse: 1. Rozettas Plectrum, Betina Miller (DK); 2. Oceans Manatee af Stampegården, Alison Bøje Due Jensen (DK); 3. Flora Narcissus, Lisa Hein (DK).

Eliteklasse: 1. Leeds Ch. All-In-One, Aase Bjerner (DK); 2. Sch. Neottia Nidus-Avis, Lisa Hein (DK); 3. Fionas Napellus, Lisa Hein (DK).

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