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Eckernförde Führungskrise bei der Feuerwehr
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09:14 11.01.2020
Von Rainer Krüger
60 Jahre hält Hans Peters (Mitte) der Feuerwehr Haby die Treue. Wehrführer Kai Rundfeldt (rechts) und Arnold Kleine Doepke gratulierten ihm zum Jubiläum. Für Rundfeldt könnte es die letzte Gratulation als Chef der Brandschützer gewesen sein. Denn im Juni endet seine Amtszeit. Das Problem: Er will nicht mehr, aber es auch keine anderen Bewerber. Quelle: Rainer Krüger
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Haby

Als laut Tagesordnung die Wehrführerwahl erfolgen sollte, handelte Rundfeldt das Problem sachlich ab. „Meine Amtszeit endet im Sommer. Es gab viele Gespräche über eine Nachfolge. Wahlvorschäge sind nicht eingegangen. Daher kann ich die Wahl nur vertagen“, sagte der 55-Jährige vor 17 der derzeit 20 Aktiven.  In seinem Schlusswort am Ende der Versammlung wurde er zehn Minuten später etwas deutlicher. „Die Feuerwehr ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Unterstützung von den Gemeindevertretern liegt vor. Aber sonst ist es in der Gemeinde sehr wenig“, ließ er durchblicken, warum er nach nur einer sechsjährigen Amtszeit aufhören will.

Gescheiterte Wehrführerwahl erfordert weitere Versammlung

Dabei hörten nicht nur Aktive, Ehemalige und Förderer der Ortswehr, sondern auch Habys Gemeindeausschussvorsitzender Arnold Kleine-Doepke (SPD) und Frank Schröder, Amtswehrführer des Amtes Hüttener Berge, zu. Schröder erläuterte, was jetzt drohen kann,  wenn niemand kandidiert. „Bis zum Ende von Rundfeldts Amtszeit am 26. Juni muss eine weitere Versammlung zur Wehrführerwahl angesetzt werden. Kann der Posten auch dann nicht besetzt werden, übernimmt der stellvertretende Wehrführer kommissarisch die Leitung“, erläuterte Schröder. In Haby wäre dann Stellvertreter Gösta Jöhnk in der Pflicht.

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Wenn es bei einer dauerhaften Vakanz bleibe, habe auch die Wehr im Kreis ein Problem. „Um die Hilfsfristen einhalten zu können, kann auf Brandschützer in Haby nicht verzichtet werden“, stellte er fest. In letzte Konsequenz könnte in Haby so eine Pflichtfeuerwehr für Einwohner zwischen 18 und 50 Jahre eingeführt werden. Eine andere Möglichkeit sei, dass die Habyer eine Löschgruppe einer der drei Nachbarwehren – Groß Wittensee, Holtsee und Sehestedt – werden.

Nach der Versammlung deutete Rundfeldt an, dass er sich eventuell doch noch eine weitere  Amtszeit vorstellen kann. „Wenn es Konsens in der Wehr gibt, würde ich es mir überlegen“, sagte er. Selbst vorschlagen werde er sich nicht.

Für 2019 kam Rundfeldt auf sechs Einsätze. Für 60 Jahre Mitgliedschaft ehrte er Hans Peters (78). Beförderungen gab es für Gösta Jöhnk zum Brandmeister sowie für Roland Regling (Oberlöschmeister), Henning Pöhls (Hauptfeuerwehrmann mit drei Sternen), Benjamin Sauer und Marco Spitz (Cberffeuerwehrmänner).    

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