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Eckernförde Schnäppchen für St. Jürgens Turmtreppe
Lokales Eckernförde Schnäppchen für St. Jürgens Turmtreppe
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09:10 07.09.2019
Von Cornelia Müller
Freude bei allen: Jens Fröhlich (hinten links) stellt dem Kirchbauverein Räume für den Turmmarkt. Der Kirchbauverein ist vertreten durch Hannelore Struve, Kristiana Fürst-Kühl, Stephan Struve, Wallie Tietje, Petra Kruse, Inge Koch, Tomas Bahr (von links). Quelle: Cornelia D. Mueller
Gettorf

Bis Jahresende der Turmmarkt hier regelmäßig stattfinden. Damit soll auch noch das Geld für eine Dauerausstellung auf der unteren Turmplattform zusammenkommen.

Die Vorsitzende Hannlore Struve, sortiert mit ihrem Team schon mal Flohmarktartikel, darunter viel Kinderspielzeug. Sie, ihre Stellvertreterin Kristiana Fürst-Kühl, Kassenwart Stephan Struve und Schriftführer Tomas Bahr vom Vorstand haben einen Grund zum Strahlen.

Jens Fröhlich, landwirtschaftlicher Unternehmensberater mit Sitz in der Kieler Chaussee 1 in Gettorf, hat dem Verein 150 Quadratmeter m Erdgeschoss zur Verfügung gestellt. Ab Sonntag, 22. September, darf hier jedes Wochenende der Turmmarkt für den guten Zweck stattfinden – bis Weihnachten voraussichtlich.

Unternehmer aus Gettorf stellt Platz für einen Turmmarkt

„Die Räume sind gerade frei, weil der Mieter, ein Pflegedienst, ausgezogen ist. Bis zur nächsten Vermietung muss der Platz nicht leer stehen“, sagt Fröhlich.

Ich unterstütze das Vorhaben des Kirchbauvereins, der so viel für Gettorf tut, sehr gern. Schließlich bin ich damals als Konfirmand auch mehrfach die alten Stiegen hinaufgekraxelt und weiß um den fantastischen Blick über Gettorf und den Dänischen Wohld von der kleinen Plattform in der Turmspitze.“

Kirche St. Jürgen in Gettorf bekommt Turmtreppe aus Metall

Der soll in Zukunft nicht nur den Gettorfern, sondern auch Gästen möglich sein. Weil die wackligen steilen Holzleitern schon lange nicht mehr sicher sind und heutigen Bestimmungen auch grundsätzlich nicht standhalten, ist der Turmaufstieg inzwischen ganz verboten. 

Der Kirchbauverein nahm sich 2018 vor, das Projekt Treppeneinbau von einem Planer und der Kirchenbauverwaltung prüfen zu lassen, um dann Geld für die Realisierung zu sammeln. Im Mai 2019 stellte Diplom-Ingenieur Torben Delfs vom Büro WDK Architekten und Ingenieure in Rendsburg konkrete Pläne vor und bestätigte die Machbarkeit.

Eine Aluminiumleiter, die durch äußere Ringe für Auftsteigende sicher ist und die mögliche Rettung von Personen durch die Feuerwehr relativ einfach macht, fand Zustimmung im Kirchenbauamt. Diese Leitersysteme sind an Industriebauten üblich. Der Vorstand hatte ein Exemplar in Holtsee zur Probe erklommen und für gut befunden.

Die Aktivregion Eckernförder Bucht gibt einen Zuschuss

Große und kleine Spenden sowie die Rücklage summierten sich schnell auf 50.000 Euro. Im Juni genehmigte die Aktivregion Eckernförder Bucht 30.000 Euro Zuschuss. „Weil nach heutigen Berechnungen alles finanziert werden kann, satteln wir gleich drauf“, war sich der Vorstand sofort einig.

Aus der großen Plattform im mittleren Turmteil wird nun ein Ausstellungsraum mit Tafeln zur Geschichte des 64 Meter hohen Bauwerks und zu den Inschriften im Gebälk. Der Treppeneinbau ist im Winter angepeilt. 

Geschichte der Kirche Gettorf beginnt im 13. Jahrhundert

Gettorfs Kirchengeschichte von St. Jürgen reicht weit zurück. Zunächst gab es nur ein Kapelle. Um 1250 wurde das Langschiff errichtet. Wo sich heute der 64 Meter hohe Turm erhebt, stand ein Speicher für Pilgergaben in Form von Getreide und mehr. Dort setzte man ab 1487 den Turm auf. Die Feldsteinmauern des früheren Vorratshauses, heute das Turmfundament, sind über zwei Meter dick.

Die nachträglich hineingeschlagene, sehr enge Wendeltreppe im gemauerten Teil ist darum nicht erweiterbar. Von der ersten hölzernen Plattform im Turm, wo der Ausstellungsraum geplant ist, gelangt man auch auf das Gewölbe der Kirche. Das Langhaus und der um 1300 angebaute Chorraum wurden damit nachträglich – bis ins Jahr 1500 – ausgestattet.

Die Holzkonstruktion des Turms besteht weitgehend aus Eichenbalken. In der Bauzeit waren diese Bäume schon über 100 Jahre alt gewesen. 1491 deckte man den Turm mit Bleiplatten, die im 30-jährigen Krieg zu Kanonenkugeln umgeschmolzen wurden. Seitdem besteht das Dach aus Eichenschindeln. 

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Hier sehen Sie mehr Bilder zur Aktion für den Kirchturm Gettorf.

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