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Eckernförde Kirchensanierung kostet 1,9 Millionen
Lokales Eckernförde Kirchensanierung kostet 1,9 Millionen
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17:13 20.11.2015
Von Christoph Rohde
Propst Sönke Funck (v. r.) und Anke Siemsen (Kirchengemeinderat) informieren über die Sanierung der St.-Nicolai-Kirche. Das Heilpädagogium, hier vertreten durch Kerstin Bröther und Christof Schreiber, erwirbt das Gemeindehaus Wulfsteert. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Auch vor diesem Hintergrund hat sich der Kirchengemeinderat mit großer Mehrheit dafür entschieden, das Gemeindehaus Wulfsteert an das Heilpädagogium an der Ostsee zu verkaufen. Der Erlös soll für die Kirchensanierung zunächst „geparkt“ werden.

Wegweisende Beschlüsse fasste der Gemeinderat von St. Nicolai am Donnerstagabend. Das Gemeindehaus Wulfsteert hat bereits seinen Betrieb eingestellt, über die Zukunft ist jetzt entschieden. Für rund eine halbe Millionen Euro will das Heilpädagogium das aus den 60er Jahren stammende Gebäude erwerben. Nach Angaben von Verwaltungsleiter Christof Schreiber soll es abgerissen werden und 2017 Platz für ein Wohnprojekt für „Menschen mit Unterstützungsbedarf“ machen. Der evangelische Kindergarten und sein Außengelände sind von dem Verkauf nicht betroffen.

Erleichtert wurde dem Kirchengemeinderat die Entscheidung durch eine verabredete Kooperation mit dem Heilpädagogium. Über eine gesonderte Nutzungsvereinbarung soll der Mehrzweckraum (mindestens 50 Quadratmeter) in dem geplanten Neubau von Gemeinde und Kita kostenfrei mitgenutzt werden können. Die derzeit amtierende Gemeinderatsvorsitzende Anke Siemsen sprach von einem „guten Miteinander“. So könne die Arbeit am Wulfsteert fortgesetzt werden.

Den Verkaufserlös wird die Kirchengemeinde gebrauchen können. Ein frisch erstelltes Baugutachten beziffert den Sanierungsbedarf für die St.-Nicolai-Kirche auf 1,9 Millionen Euro. Das übersteigt die Möglichkeiten der Gemeinde bei weitem. Propst Sönke Funck sicherte die Unterstützung des Kirchenkreises zu. Der beteiligt sich in der Regel mit 70 Prozent an Sanierungen denkmalgeschützter Gotteshäuser über einen Bauhilfsfonds. Dennoch bleibe eine „Riesenaufgabe“, so Funck. Mit Stadt und Land soll über Fördermöglichkeiten gesprochen werden.

Akut muss bereits nächste Woche die angeknickte Bekrönung des Dachreiters abgenommen und gesichert werden. Die große historische Glocke wird derzeit nicht mehr geläutet, da die Aufhängung zu brechen droht. Ferner müssen im Innenraum Stuckschäden als Folge von Undichtigkeiten im Dach beseitigt werden. Der gigantische Dachstuhl von St. Nicolai aus dem 17. Jahrhundert ist das Sorgenkind. Hier gibt es Feuchtigkeitsprobleme, hier muss die Eindeckung abgedichtet werden. Funck rechnet für die Kirchen-Sanierung mit einer Dauer von rund drei Jahren. Doch zunächst muss bis zum Sommer das Gutachten seitens des Landeskirchenbauamts und der Denkmalpflege geprüft sein.

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