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Eckernförde Altenholz öffnet Wege für mehr Betreuung
Lokales Eckernförde Altenholz öffnet Wege für mehr Betreuung
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19:48 10.10.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Dort, worauf der nördlichen Seite der Boelckestraße Bäume und Sträucher wachsen, hat die Gemeinde vorsorglich eine Fläche als mögliches Kita-Grundstück benannt. Ob hier tatsächlich eine Betreuungseinrichtung entsteht, sei allerdings noch völlig ungewiss. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Altenholz

Dabei handelt es sich um Beträge bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten, die über das Investitionspaket „Soziale Integration im Quartier“ fließen könnten. Die Gemeinde hat auch schon ein Grundstück für einen möglichen Kita-Neubau benannt: Es handelt sich um eine 2000 Quadratmeter große Fläche an der Boelckestraße/Dänischenhagener Straße. Die Fläche gehört derzeit der Stadt Kiel

Fördergelder bis zu 90 Prozent möglich

Allerdings, erklärt der Altenholzer Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD), sei auch denkbar, dass es noch andere geeignete Plätze für einen Kita-Bau gibt. Denn auch im Bereich Stift-Süd wurde die Gemeinde in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen, bietet also die Chance auf hohe Fördergelder.

Womöglich ergeben sich bei der genaueren Betrachtung dieses Gebietes auch hier Ideen für einen geeigneten Kindergarten-Standort. Ziel der Gemeinde ist es jedenfalls, bis 2023/24 einen weiteren Kindergarten zu haben. Vorgesehen ist ein Neubau mit drei Krippengruppen (je zehn Kinder), möglicherweise auch mit einer weiteren Elementargruppe für 20 Kinder über drei Jahren. Die Kosten werden mit 1,8 Millionen Euro veranschlagt – ohne Grundstück und Ausstattung.

Awo-Kita im Hasenholz wächst

Schon früher verschafft die Erweiterung der Awo-Kita im Hasenholz Entlastung: Auch die Gemeindevertretung stimmte mittlerweile der Einrichtung einer zweiten Krippengruppe dort einstimmig zu. Die Plätze sollen voraussichtlich im Sommer 2020 zur Verfügung stehen. Der Umbau des Gebäudes wird bis zu 175 000 Euro kosten. Derzeit gebe es im Bereich für unter Dreijährige keine freien Plätze mehr, so der Bürgermeister. Er rechnet in diesem Bereich auch mit weiter wachsendem Bedarf.

Kita- und Krippenplätze fehlen

Nach Angaben der Altenholzer Verwaltung fehlen jetzt schon um die 15 Krippen- und Elementarplätze, es gibt Wartelisten. Spätestens ab 2022 werden laut Prognosen etwa 10 bis 15 Plätze im Krippenbereich und 18 bis 23 im Elementarbereich fehlen: Das entspricht in etwa jeweils einer Gruppe. 2025 bis 2027 rechnet man mit 30 bis 40 fehlenden Krippenplätzen. Im Elementarbereich sollen es 35 bis 65 sein.

Neubaugebiet erfordert weiteren Ausbau

Mit einer neuen Kita sowie der Hasenholz-Erweiterung kann Altenholz laut Prognose den mittel- bis langfristigen Bedarf an Kinderbetreuung abdecken. Kommen größere Neubaugebiete dazu – wie zum Beispiel das vorerst auf Eis gelegte Areal Brammerkamp – wäre ein weiterer Ausbau erforderlich. Derzeit liegt der Versorgungsgrad beim Nachwuchs über drei Jahren in Altenholz bei 98,7 Prozent, der für Krippenkinder bei 53,9 Prozent.

Eltern dürfen künftig Kita-Ort wählen

Die Frage ist zudem, wie sich das neue Kita-Gesetz auf die Einrichtungen in Altenholz auswirken wird, erklärt der Bürgermeister: Denn künftig sind Eltern nicht mehr verpflichtet, ihre Kinder im Wohnort betreuen zu lassen.

Das könnte zum Beispiel zur Folge haben, dass Kieler, die beim großen IT-Dienstleister Dataport in Altenholz arbeiten, für ihren Nachwuchs künftig auch die Kindergärten in der Gemeinde nutzen. Ebenso wie Altenholzer, die in Kiel arbeiten, womöglich Einrichtungen der Landeshauptstadt wählen. Den Eltern bietet das mehr Freiheit, die Gemeinden müssen sich hingegen auf eine unwägbarere Planung einstellen. 

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