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Eckernförde Lehrreicher Ausflug mit Jägern
Lokales Eckernförde Lehrreicher Ausflug mit Jägern
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18:13 09.05.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Wer kennt welche Tiere? Das wollten die Jäger von den "Wuppianern" wissen: Das ist die  Vorschulgruppe der kirchlichen Kita Pusteblume in Osdorf. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Dänischenhagen

Eigentlich sollte Hund „Heiner“ jetzt die Gummi-Ente aus dem Teich holen, die Frauchen Nicole Kluge gerade schwungvoll hineingeworfen hat. Doch noch irrt der edle Weimarer am Ufer umher, ehe ihn klare Kommandos ins Wasser treiben. Rasch schwimmt „Heiner“  zur Nachbildung einer Stockente, schnappt sie und bringt das Gummitier zu Nicole Kluge, die am Ufer steht.

Sensibilisierung für Natur und Jagd

Dann springt er aufgeregt vor ihr auf und ab, bellt dazu. „Weimaraner sind sehr geschwätzig – genau wie ihr“, ruft die 46-Jährige erklärend den 17 Mädchen und Jungen zu, die gebannt zuschauen. Die Fünf- und Sechsjährigen haben an diesem Morgen schon viel über die Tierwelt vor der Haustür und die Aufgaben von Jägern gelernt.

Müll kann Tieren zum Verhängnis werden

Organisiert hat den Ausflug Nicole Kluge. Die 46-Jährige aus Borghorsterhütten ist Mutter der „Wuppianerin“ Louisa-Martha (6). Wie ihr Mann Danjel pflegt sie das Hobby der Jagd. Ihr liegt daran, den Nachwuchs für Wald und Natur zu sensibilisieren: „Wie viel Wild hier lebt und wie schön wir es haben.“ Und wie wichtig es ist, zum Beispiel keinen Müll achtlos in die Natur zu werfen. Sie erzählt von einem Tier, dessen Huf in einer Dose steckenblieb und schließlich verfaulte: Es musste erschossen werden.

Wagen mit Tierpräparaten

Kein Wunder, dass es ausgerechnet Tochter Louisa ist, die bei der Wanderung laut ruft: „Ich habe Müll gefunden.“ Sie hebt einen zerfledderten Plastikrest auf und nimmt ihm mit zum Reiterhof Schröder in Kaltenhof. Dort hatte der Ausflug am Morgen auch begonnen: Auf der Koppel des Hofes steht der Präparatewagen des Landesjagdverbandes, mit vielen ausgestopften Tieren wie Fasan, Hase, Kaninchen, Dachs und Frischling.

Der Nachwuchs ist ganz schön plietsch

Jagdpächter Helmuth Schröder und Danjel Kluge zeigen auf verschiedene Tiere, fragen, ob die Kinder sie kennen. Und die kennen ganz schön viel! „Osdorf ist ja ländlich geprägt“, sagt Helmuth Schröder: Da wisse der Nachwuchs schon einiges über die Natur. Er ist dankbar, dass der Hegering Ost den Präparatewagen für die Aktion ausgeliehen hat.

Leise geht es auf die Kanzel

Danach geht es auf die Pirsch: Aufgeregt und begeistert quirlen die Fünf- und Sechsjährigen auf dem Weg zur Kanzel in der Nähe des Hofes durcheinander. „Pssst“, sagt Nicole Kluge dort und legt den Finger auf den Mund: „Wenn wir in die Kanzel hineingehen, sind wir immer ganz leise“ – schließlich soll das Wild nicht aufgeschreckt werden.“

Nacheinander klettern die Kinder die fünf, sechs Sprossen nach oben. Dort dürfen sie auf dem Jagdsitz Platz nehmen und auch mit einem Gewehr so tun, als ob sie schießen. „Ich habe einen Trecker abgeschossen“, verkündet prompt ein Knirps.

Arbeit mit Jagdhunden

Dann erklärt Nicole Kluge, warum und wie man mit Jagdhunden arbeitet. Neben „Heiner“ ist auch „Ilka“ dabei, ein deutlich kleinerer Deutscher Jagdterrier. „Und dieser kleine Hund ist in der Lage, ein Wildschwein zu stellen“, erklärt die Jägerin. Sie ist Helmuth Schröder dankbar, dass er sein Revier für die besondere Aktion zur Verfügung gestellt hat. „Toll, das ist ganz toll für die Kinder“, sagt auch Erzieherin Theda Schwermer, die selbst viel gelernt hat. Und ihre Kollegin Simone Bendsen findet: „So was bleibt hängen.“

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