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Eckernförde Gettorf: Aus für geplantes Bürgerzentrum
Lokales Eckernförde Gettorf: Aus für geplantes Bürgerzentrum
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19:54 25.09.2019
Von Cornelia Müller
Aus für geplantes Bürgerzentrum in Gettorf: Die Zukunft des ehemaligen Autohauses Kuntz ist wieder offen. Zum Bürgerzentrum wird es nicht, zeichnet sich ab. Quelle: Jan Torben Budde
Gettorf

Zwar ist das einmütige Votum der Vertreter der vier Parteien - CDU, SPD, Grüne und FDP - im Haupt- und Finanzausschuss nur die Beschlussempfehlung für die Gemeindevertreter. Doch daran, dass sie dem Beratungsergebnis am Donnerstag, 26. September, in der öffentlichen Sitzung ab 19 Uhr folgen, zweifelt niemand.

Ganz zu den Akten gelegt ist die Idee für eine Begegnungsstätte mit Beratungsangebot der Verbände wie Awo, DRK, Bündnis für Familie aber trotzdem noch nicht. Das Projekt soll in den Ortsentwicklungsplan aufgenommen werden. Die Bürgerbeteiligung für den "Masterplan Gettorf" läuft gerade.

Gemeinde Gettorf will die Idee Bürgerzentrum in der Ortsentwicklung verankern

"Es gab mehrfach auch von Seiten der Bürger Anregungen, die Beratungsangebote der Verbände in Gettorf an einem Standort zu bündeln", bestätigt Bürgermeister Hans-Ulrich Frank (CDU). "Insofern kommt vielleicht eine andere Immobilie oder ein Neubau an anderer Stelle in Frage. Aber das ist Zukunftsmusik."

Die Politiker verwarfen das Projekt im früheren Autohaus aufgrund der hohen Kosten, die der Umbau verursacht hätte. Die Gemeinde wäre trotzdem nur Mieter des Objekts geblieben. Die Machbarkeitsstudie hatte Kosten von rund 2,4 Millionen Euro ergeben.

In dem aus mehreren Gebäuden bestehenden Komplex hätte die Politik neben den Serviceverbänden auch einen Coworking Space, Gemeindebücherei und Volkshochschule, die Tafel, eine Fahrradwerkstatt und eine Cafeteria unterbringen wollen.

Gettorfer Turnverein würde gern Raum für Sportkurse auf dem Autohausgelände schaffen

Jetzt macht sich der Gettorfer Turnverein (GTV) Hoffnung auf eines der Kuntz-Gebäude - auch als Mietobjekt. Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Thomas Glüsing sagt: "Wir benötigen mehr Raum für Sportkurse. Der Standort wäre Kuntz wäre sehr gut."

Die GTV-Pläne für die Aufwertung des zwar modernen, aber kleinen Fitnessraums "Get Fit" im Vereinsheim Kirchhofsallee zu einem Fitnesszentrum für Vereinsmitglieder in einem neuen Gebäude am Sportpark seien davon unberührt, bestätigt Glüsing.

Der je nach Saison 2200 bis 2600 Mitglieder aus Gettorf und dem Dänischen Wohld  zählende Verein will auf dem sogenannten Dreiecksgrundstück - eine kleine Fläche zwischen Sportpark-Parkplatz und Sportplatz - auf eigene Rechnung einen 300 Quadratmeter großen Neubau erstellen. Kosten: mindestens 450.000 Euro.

GTV drängt auf Entscheidung über Grundstück für Gerätetrainingsabteilung

Das Grundstück gehört der Gemeinde. Sie würde es dem GTV zinslos auf Erbpacht zur Verfügung stellen, wenn sich die Politik darauf einigt. Das ist bisher aber nicht der Fall. So verwies der Haupt- und Finanzausschuss das Thema am Dienstag zurück in den Sport und in den Bauausschuss.

Der Vorsitzende Tim Holborn (Grüne) betonte zwar, "dass dies keine inhaltliche Bewertung ist". Die mit den Fachfragen befassten Gremien und die Fraktionen müssten jedoch Gelegenheit zur Beratung haben. Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Jan Philip Reimers betont das.

Doch es gibt einen Knackpunkt: Kritiker der GTV-Pläne befürchten Konkurrenz für gewerbliche Fitness-Anbieter im Ort durch eine optimierte Gerätetrainingsabteilung des Sportvereins. Holborn hingegen gewinnt der Idee, dass dann auch Vereinsmitglieder mit kleinem Budget an Geräten trainieren könnten, Positives ab.

Kommunalpolitiker befürchten Konkurrenz für gewerbliches Fitness-Studio in Gettorf

Norbert Koch, bürgerliches Ausschussmitglied und am Abend der Sitzung einziger SPD-Vertreter, gibt zu bedenken: "Die Gemeinde muss sicherstellen, dass sie nicht in den Markt eingreift, indem sie dem GTV ein Grundstück stellt." Der Verein mache in seinem Papier nicht ausreichend klar, inwiefern sich sein Angebot von dem eines Fitnessstudios unterscheide. "Dabei verkennt keiner, dass der GTV eine tolle Arbeit leistet."

Die Gerätetrainingsabteilung "Get Fit" würde sich nach Vereinsplänen in dem Neubau, anders als heute, auf einer Ebene befinden und soll um zwölf Geräte ergänzt werden. Damit will der GTV erreichen, dass im Neubau auch Wettkampfmannschaften gezieltes Ergänzungstraining erhalten. Eine Sauna und weitere Kursräume sind nicht geplant.

Im Vereinsheim Kirchhofsallee gibt es im ersten Stock 30 Übungsstationen inklusive Matten und Freihantelzone. 17 weitere Cardiogeräte (Cycling) stehen im Erdgeschoss. Die Trainingsfläche umfasst 150 Quadratmeter. An den eng nebeneinander aufgestellten Geräten kommt es laut Verein oft zu Wartezeiten.

Gemeindevertretung Gettorf wird im November entscheiden

Vereins-Geschäftsführer Glüsing sagt: "Uns brennt jetzt die Zeit unter den Nägeln. Im vierten Quartal will der Landessportverband von uns die Grundsatzentscheidung, ob wir bauen oder nicht. Nur bis dahin gilt die Zusage der Landeszuschüsse, die schon mehrfach verlängert wurde. Ein grundsätzliches Ja der Gemeinde würde uns ja schon reichen."

Reimers gibt sich bezüglich des Termins optimistisch, er sagt: "Beide Ausschüsse tagen im Oktober. Bis Anfang November sollte ein Beschluss - so oder so - stehen." Der CDU sei auch wichtig, dass sich ein Gebäude des GTV am Sportpark in das Ambiente einfüge. Das sei aus den Plänen noch nicht erkennbar.

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