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Eckernförde Kraftakt für die Lebenshilfe
Lokales Eckernförde Kraftakt für die Lebenshilfe
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07:00 31.12.2018
Von Tilmann Post
Tatkräftiges Trio: Vorsitzender Hauke Jess, Stellvertreter Michael Babka und Kassenwart Matthias Huber (von links) bilden seit April 2018 den Vorstand des Lebenshilfe-Ortsvereins Eckernförde.
Eckernförde

Ein Fehlbetrag von mehr als 42.000 Euro drückte auf die Kasse, als Hauke Jess im April das Amt des Vorsitzenden übernahm, unterstützt von Michael Babka als zweiter Vorsitzender und Matthias Huber als Kassenwart. „Einer musste den Job machen“, so Jess. Babka pflichtet ihm bei: „Der Verein bietet als einziger in Eckernförde Freizeitaktivitäten für Behinderte, seit 44 Jahren. Er darf nicht untergehen.“ Auch Matthias Huber liegt die Einrichtung mit ihrem Freizeitclub im städtischen Flachdachbau am Ende des Pferdemarktes am Herzen. „Die Lebenshilfe ist wertvoll. Als ich hörte, dass sie vor der Insolvenz steht, habe ich gesagt, dass ich die Finanzen saniere, wenn wir einen Vorstand zusammenbekommen“, erzählt Huber.

Stadt Eckernförde leistet Nothilfe

Das Defizit ist inzwischen ausgeglichen. Nicht zuletzt, weil die beiden Angestellten – eine Teilzeitkraft und eine geringfügig Beschäftigte – „bis zu sieben Monate auf ihren Lohn gewartet haben, ihren Aufgaben sind sie dennoch nachgekommen“, sagt Huber anerkennend. Zudem half die Stadt aus. „Wir haben über den regulären Zuschuss von 3600 Euro hinaus eine Nothilfe von 25.000 Euro erhalten.“ Deshalb kann der Freizeitclub nun auf Sparflamme weiterbetrieben werden. Bis zu 40 Menschen mit Behinderungen zwischen 20 und 75 Jahren nutzen das Angebot. Sie finden dort Gesellschaft, die vielen sonst verwehrt bleiben würde.

„Wir stehen noch nicht auf sicheren Beinen“

In Not geraten war die Lebenshilfe, nachdem Zuschüsse des Kreises Rendsburg-Eckernförde durch Neuverhandlung von Verträgen nicht mehr flossen – bis zu 18.000 Euro im Jahr. Dadurch kam es zum Zerwürfnis im alten Vorstand über die Verwendung der knappen Mittel, berichtet Erich Baumann, der vor gut einem Jahr den Vorsitz niederlegte. Er sei froh, dass das neue Führungstrio sich engagiere. „Das ist sehr zum Vorteil des Clubs“, so Baumann.

„Das kommende Jahr können wir überbrücken“, sagt Jess. Denn der Kreis habe eine Nothilfe von 20.000 Euro zugesagt. Auch die Lebenshilfe-Freizeitclubs in Rendsburg und Bordesholm erhalten jeweils diesen Betrag, weil sie von der Neuverhandlung und damit der Aussetzung der Zuschüsse betroffen sind. Aber: „Wir stehen noch nicht auf sicheren Beinen“, so Huber. Das Konzept müsse der Zukunft angepasst werden, etwa durch eine feste pädagogische Fachkraft. Dazu sei Geld nötig. Jess, Babka und Huber hoffen auf Mittel der Stadt. Zumindest bis zu einer Einigung über die Zuschüsse des Kreises.

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