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Eckernförde Wenn Tüten Kunst werden
Lokales Eckernförde Wenn Tüten Kunst werden
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18:11 11.08.2016
Von Cornelia Müller
Falko Windhaus stellt bis 31. August im Rathausfoyer aus. Die Vitrinen schaffen eine Bühne, auf der er sein abwechslungsreiches Schaffen inszeniert. Quelle: Cornelia Müller
Eckernförde

Bis Mittwoch, 31. August, gibt der Künstler, der seit mehr als 30 Jahren an der Ostsee wohnt und über die Stadtgrenzen hinaus ein Begriff ist, Einblick in sein Schaffen im Rathausfoyer der Stadt. Einblick ist wörtlich zu nehmen. Das Publikum muss schon hineinsehen in die beleuchteten Vitrinen. Dazu braucht man nicht einmal die Affinität zur Kunst. Der Blick wandert ganz automatisch zu der kleinen spannungs- und abwechslungsreichen Schau auf engem Raum. Die skurrilen Stuhlinszenierungen in ruhigem Schwarz, Weiß, Grau sind flankiert von bunter Lebendigkeit auf Papier. „Der Malgrund sind Tüten aus einen nicht mehr existierenden Laden für italienische Spezialitäten“, schlüsselt er auf. Leuchtend farbige Sprotten und kecke größere Fische hat er auf die auseinander geschnittenen braunen Beutel gezeichnet. Waren sie gerade mitten im Gespräch, als ein Unbekannter sie in der Tüte von der Räucherei nach Haus trug? Hat der Künstler sie heimlich mit der Schere befreit? Falko, der grundsätzlich nur beim Vornamen genannt wird, lächelt schelmisch, wenn er mit Rätselratern ins Gespräch kommt. Ihm macht es unübersehbar Freude, wenn seine beredte Kunst auch Kommunikation im Publikum erzeugt. Fast überall hat er schon in Eckernförde, Umgebung und sogar schon in China ausgestellt. „Nur eben nicht in den Vitrinen“, sagt er. Der Querschnitt neuer Arbeiten, die wie die Tüten-Bilder das Augenzwinkern in sich tragen, und etwas ältere wie die Esstisch-Skulptur, die inklusive Messer und Gabel sorgsam mit chinesischem Zeitungspapier tapeziert ist, macht Laune beim Gang ins Rathaus.

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