Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde Warum Andrea Stephan Kultur braucht
Lokales Eckernförde Warum Andrea Stephan Kultur braucht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:08 03.02.2020
Von Christoph Rohde
Andrea Stephan ist seit Ende 2011 die hauptamtliche Kulturbeauftragte der Stadt Eckernförde. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Andrea Stephan ist seit Ende 2011 die hauptamtliche Kulturbeauftragte der Stadt Eckernförde. In Potsdam geboren, studierte sie Kulturwissenschaften und Kunstgeschichte. Heute ist die 42-Jährige in der Stadtverwaltung zuständig für verschiedenste kulturelle Veranstaltungen und Aspekte. Im Interview am Montag erklärt sie, warum Veranstaltungsreihen so gefragt sind, was an Räumlichkeiten noch fehlt und ob der Kulturetat auskömmlich ist.

Was hat Sie dazu bewogen, in die Kulturarbeit einzusteigen?

Andrea Stephan: Meine persönliche Affinität zur Kultur und zum Kulturkonsum. Und natürlich mein Studium, das mich auch auf ein Arbeitsleben mit Kultur eingestimmt hat. Ohne sie möchte und kann ich nicht leben. Kultur ist im Beruflichen wie auch Privaten ganz wichtig für mich. Deshalb habe ich mich für diese Aufgabe entschieden.

Was haben Sie studiert?

Kulturwissenschaften und Kunstgeschichte. Das Klassische, was man so machen kann. Ich habe dann im Museum und im Bereich Kultur/Marketing gearbeitet. Das waren meine beiden Steckenpferde. Und das fühlt sich hier in Eckernförde sehr gut vereint an.

Eckernförde ist eine kleine Stadt mit regem Kulturleben. Was ist notwendig, damit es so bleibt?

Viele rege Kulturnutzer sind dafür natürlich notwendig. Und ein ansprechendes Programm, das auf die Menschen, die hier leben und zu Besuch sind, zugeschnitten ist.

Welche Veranstaltungstrends zeichnen sich für die kommenden Jahre ab?

Es wird weiter in die Richtung wiederkehrender Veranstaltungsreihen gehen. Wir haben gemerkt, dass die Menschen bestimmte Angebote gerne wieder besuchen, wenn sie gute Erfahrungen damit gemacht haben. Natürlich wird es vereinzelt auch kleine Highlights geben, die wir einstreuen. Gemeinsam mit den Kulturschaffenden wollen wir Neues, Kreatives entwickeln. Ein paar Sachen sind da schon im Schubkästchen. 

Was fehlt in Eckernförde?

Ein mittlerer Saal mit 200 Plätzen wäre schön. Das ist etwas, das wir so in dieser Form nicht richtig anbieten können. Wir haben jedoch die Stadthalle. Diese bietet noch mehr Platz. Und so können wir uns auch ganz gut behelfen.

Was sind Ihre Aufgaben, um den Kulturbetrieb am Laufen zu halten?

Kulturveranstaltungen planen, organisieren. Mit den Vereinen und Verbänden sowie den Kulturschaffenden im regen Austausch sein und vielleicht neue, kreative Ideen entwickeln und sie in Form von Zuschüssen finanziell zu unterstützen. Außerdem geht es darum, immer up-to-date zu sein und einen Schritt voraus zu denken.

Kultur kostet auch Geld. Wie groß ist der Etat, den Sie zur Verfügung haben? Und reicht er aus?

Ja, er reicht aus. Im Haushaltsplan sind das rund 100.000 Euro. Davon ist einiges für feststehende Zuschüsse geblockt oder beispielsweise auch für Kunst im öffentlichen Raum, die restauriert werden muss. Ein Teil ist dann allerdings frei verfügbar. Und den gebe ich gern als Zuschuss an Vereine und Verbände, gemeinnützige Organisationen, wenn sie tolle Programme für Eckernförde anbieten.

Welche eigenen Akzente konnten Sie in den vergangenen Jahren setzen?

Das sind vor allem zwei Reihen. Angefangen 2012 bei der Tanz-Zeit. Das war die erste Veranstaltungsreihe, die ich hier mit ins Leben gerufen habe. Diese Open-Air-Tanzveranstaltungen laufen bis heute sehr gut. Und 2013 dann die vier Langen Nächte im November, die auch sehr gut angenommen werden. Das sind neben vielen kleineren die großen Highlights, die ich hier bisher setzen konnte. Und ich freue mich jedes Jahr darüber, dass sie immer noch willkommen sind.

Wenn Sie selbst  kulturell unterwegs sind, welche Veranstaltungen besuchen sie persönlich am liebsten?

Ich gehe wahnsinnig gerne ins Museum und lasse mich da ein bisschen treiben. 

Ich besuche aber auch das eine oder andere Konzert im kleineren, lauschigeren Rahmen. In der jazzigen, bluesigen Richtung, aber auch gerne mal klassisch.

Weitere Nachrichten aus der Region Eckernförde finden Sie hier

Die Green-Screen-Deutschlandtour wird international. Dieses Jahr ist Wien mit im Programm. In der Schweiz und Dänemark sind weitere Tournee-Orte geplant. Sonntag sahen rund 200 Helfer und Förderer des Naturfilmfestivals eine Vorschau im „Carls“. Die offizielle Premiere in Hamburg ist ausgebucht.

Christoph Rohde 02.02.2020

Die Steinwurf-Böschung am Nord-Ostsee-Kanal bei Landwehr vermittelte am Sonnabend den Eindruck einer Absackung. Auf 20 Metern Länge und fünf Metern Breite schien die Ufer-Befestigung abgerutscht zu sein.

Christoph Rohde 02.02.2020

Die liebevoll arrangierte Kulisse verwandelte die Stadthalle in Eckernförde für einen Abend ins weltberühmte Moulin Rouge: Rund 320 Besucher ließen beim Seglerball unter dem Motto „Paris – oh là là“ am Sonnabend die Puppen tanzen – und fegten zu Discofox und Cha-Cha-Cha übers Parkett.

Jan Torben Budde 02.02.2020