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Eckernförde Wegen Lärms: Klagewelle schon seit 2011
Lokales Eckernförde Wegen Lärms: Klagewelle schon seit 2011
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18:54 06.09.2019
Von Christoph Rohde
Immissionswerte von 45 dBA gelten am Südstrand ab 22 Uhr. Jetzt wird nach Lösungen gesucht, wie sie eingehalten werden können, ohne auf Partys wie das Barcadi Beach (Foto) oder das Oktoberfest zu verzichten. Quelle: Privat - hfr
Eckernförde

Die erste Klage begann 2011. Dem schlossen sich weitere Klagen, Beschwerden, Berufungen, Neubescheide, Widersprüche sowie Verfahren wegen angeblicher Untätigkeit der Stadt an. Ziel aller Forderungen des Anwohners ist mehr Lärmschutz für den Sandkrug, der am Eckernförder Südstrand direkt an der B76 gebaut wurde. Bis auf die inzwischen angeordnete Tempo-30-Begrenzung vor der Wohnanlage habe der Kläger bislang keine seiner Forderungen rechtlich durchgesetzt, sagte Sibbel.

Kurze Fristsetzung und Klage-Androhung "sind befremdlich"

Befremdlich nannte der Bürgermeister den vom Kläger angebotenen Vergleich mit kurzer Fristsetzung und der Androhung einer weiteren Klage. Das Wesen eines Vergleichs seien Zugeständnisse, so Sibbel. Doch die Bereitschaft dazu sei offenbar „weniger ausgeprägt“, kommentierte er Forderungen des Klägers unter anderem nach der Einstufung des Sandkrugs als „reines Wohngebiet“ im Innenbereich (bislang Mischgebiet im Außenbereich). Daraus würden sich niedrigere Immissionswerte von nachts 35 statt bisher 45 dBA ergeben.

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Umweltaspekte am Südstrand wurden umfangreich geprüft

Das Oberverwaltungsgericht sei dem nicht gefolgt, so der Verwaltungschef. Der Sandkrug sei auch aus Sicht der Stadt weiter dem Außenbereich zuzuordnen, getrennt durch die Bahntrasse und das Landschaftsschutzgebiet. Was den Südstrand als FFH-Gebiet (Flora/Fauna/Habitat) angeht, hat es nach seinen Worten eine umfangreiche Prüfung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises gegeben. Dabei wurden die Veranstaltungsflächen klar zugeordnet. Rechtlich nichts Neues ist nach seinen Angaben die Begrenzung nach Freizeitlärmrichtlinie auf 45 dbA. Jetzt seien aber alle Beteiligten stärker gefordert, den Wert ab 22 Uhr am Südstrand einzuhalten. Dabei bekommen Oktoberfest und Bacardi-Beach-Party Probleme.

Für Veranstalter besteht Rechtssicherheit

Veranstalter bräuchten Verlässlichkeit und Sicherheit, warf Bernd Hadewig (FDP) ein. Sibbel erläuterte, es sei umfassend mit allen Fachbehörden geklärt, was man dort dürfe und was nicht. „Für Veranstalter besteht Rechtssicherheit“, sagte er. Da man aber in einem Rechtsstaat lebe, gebe es auch ein Recht für Bürger zu klagen. Die Auflagen sind nach Angaben des Bürgermeisters klar: Veranstaltungsort, welche Verkehrsregelungen und 45 dBA ab 22 Uhr. Entscheidend bei dem Lärmrichtwert ist laut Sibbel, was bei dem Gebäude ankommt. Eine von der CDU ins Spiel gebrachte Lärmschutzwand für den Sandkrug nannte er „nicht zielführend“. Effektiver sei es, Lösungen zu finden, dass sich der Lärm von der Quelle her nicht erst weit verbreitet.

Bürgervorsteherin Karin Himstedt zog die Hafenspitze als Beispiel heran. Hier ist die Bühne im Winkel des Apartmenthauses angelegt, sodass der Schall auf die Ostsee und nicht zur Stadtseite getragen wird. „So eine geniale Lösung bräuchten wir auch für den Südstrand“, sagte sie.

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Veranstalter und Behörden bereiten sich auf die Südstrand-Demo am Sonntag vor. „Wenn 500 kämen, wäre das ein Riesenerfolg“, sagt Initiator Gerrit Baumeister. Ziel des Protestzugs ist ein Erhalt von Strandfesten. Die B 76 ist von 12 bis gegen 13 Uhr zwischen Südstrand und Domstag gesperrt.

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