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Eckernförde In Sprenge bleibt es bei der Buckelpiste
Lokales Eckernförde In Sprenge bleibt es bei der Buckelpiste
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06:00 11.06.2019
Von Tilmann Post
Diese Schilder müssen noch bis zu zehn Jahre stehen bleiben: So lange lässt die Sanierung der Ortsdurchfahrt Sprenge trotz starker Schäden noch auf sich warten. Quelle: Tilmann Post
Schwedeneck

Für die Sanierung der L44 nimmt das Land jetzt gut eine Million Euro in die Hand. Baubeginn ist für Montag, 1. Juli, vorgesehen. Konkret handelt es sich um das Stück Osdorfer Landstraße zwischen der Brücke über die Bundesstraße 503 und der Einmündung in die Gettorfer Landstraße.

Laut Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr wird nicht nur die Fahrbahndecke auf der kompletten Strecke abgefräst, sondern auch Teile der Tragschicht mit einer Gesamtstärke von 11,5 Zentimetern. „In einem etwa 80 Meter langen Teilstück muss eine Sanierung des Untergrundes mit größeren Erdarbeiten erfolgen“, teilte Dagmar Barkmann vom Landesbetrieb mit.

Umleitung über Altenholz

Die L44, die zuletzt vor etwa 18 Jahren erneuert worden war, ist in etwa wieder Mitte August befahrbar. So lange müssen die Autofahrer eine Umleitung in Kauf nehmen, denn die Strecke wird unter Vollsperrung saniert. Die Ausweichroute folgt der Bundesstraße 503 bis Altenholz und von dort über den Uhlenhorster Weg, den Postkamp und die Gettorfer Landstraße zurück zur L44 und umgekehrt.

Interaktive Karte: Sperrung und Umleitung der L44

„Die Sanierung ist eine gute Nachricht, denn die Fahrbahn ist an einigen Stellen bereits abgesackt“, sagte Bürgermeister Sönke-Peter Paulsen auf Nachfrage. Die Gemeinde habe beim Landesbetrieb zwar auch angesprochen, dass Sprenges Ortsdurchfahrt erneuert werden muss, aber bereits eine Absage erhalten.

Ortsdurchfahrt Sprenge: Sanierung frühestens in fünf bis zehn Jahren

„Wir waren verwundert“, gab Paulsen zu, schließlich hätte man das gleich miterledigen können. Über die jüngste Perspektive „kann ich mich aber nicht erfreut zeigen“, sagte der Bürgermeister diplomatisch.

Denn der Landesbetrieb teilte unserer Zeitung mit: „Auf Basis des aktuellen Schadensbildes und der notwendigen Priorisierung zu anderen Landesstraßenabschnitten ist eine Sanierung der Ortsdurchfahrt Sprenge aus heutiger Sicht frühestens in etwa fünf bis zehn Jahren zu erwarten.“

Vollausbau in Sprenge notwendig

Dabei ist der Abschnitt so marode, dass ein Vollausbau notwendig ist. Das heißt, dass der Fahrbahnaufbau bis zu 80 Zentimeter tief neu hergestellt werden muss, inklusive Gehwegen und Entwässerungsrohren. „Im Grunde wird somit der Bau einer neuen Straße an vorhandener Stelle erforderlich“, so Dagmar Barkmann.

Aus dem Grund sei es nicht möglich, die Strecke jetzt schon zu sanieren. Allein die Planungs- und Genehmigungsprozesse erfordern laut Barkmann zwei bis drei Jahre. Für Sönke-Peter Paulsen eine enttäuschende Nachricht.

Die Ortsdurchfahrt sei bereits jetzt mit Rissen, Schlaglöchern und Flickstellen in einem sehr schlechten Zustand. Er wolle sich gar nicht vorstellen, „wie die Straße aussieht, wenn man fünf oder sogar zehn Jahre weiterdenkt“.

Lesen Sie auch: Auf diesen Straßen im Kreis Rendsburg-Eckernförde wird 2019 gebaut.

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