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Eckernförde Noch fließt Landstrom nur begrenzt
Lokales Eckernförde Noch fließt Landstrom nur begrenzt
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18:16 09.02.2020
Von Christoph Rohde
Zwei Flottendienstboote und ein Tender liegen an der Ostmole des Marinehafens. Landstrom ist hier zurzeit nur zu 70 bis 80 Prozent verfügbar. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Ist der Hafen nur begrenzt gefüllt, „muss zurzeit kein Schiff dieseln“, erläutert Marinesprecher Bastian Fischborn auf Anfrage. Das heißt: Für eine gewisse Anzahl an Schiffen kann auch im Ostteil Landstrom zur Verfügung gestellt werden, ohne dass eigene Generatoren angeworfen werden müssen.

Hier liegen als größere Einheiten an der Ostmole zurzeit zwei 84 Meter lange Flottendienstboote der „Oste“-Klasse, die zum 1. U-Boot-Geschwader gehören, und ein Tender.

Mittelmole hat immer noch keinen Strom

Nach wie vor stromlos ist die Mittelmole des Hafens. Ein Grund, weshalb die U-Boote weiterhin im Ausweichhafen Kiel liegen. Eine Ersatzschaltung für Landstrom an der U-Boot-Pier ist laut Fischborn bislang nicht möglich.

Unterdessen wird seitens der Bundeswehrverwaltung weiter an einer Wiederherstellung der Versorgung gearbeitet. Bauarbeiter baggern die Kabelschächte auf, um die Leitungen im Elektrobereich frei zu legen. Hier hatte es kurz nach dem Feuer in der Landanschlusszentrale noch einen Schwelbrand gegeben.

Brandursache steht noch nicht fest

Die genaue Brandursache steht bislang nicht fest. Nach ersten Erkenntnissen sprach die Marine zuletzt von einem technischen Defekt. Das völlig ausgebrannte Gebäude der Landanschlusszentrale ist nicht mehr zu retten und muss erneuert werden. Wann die Arbeiten für einen Ersatzbau beginnen können, steht noch nicht fest.

Auch wann im Marinehafen wieder der komplette Landstrom zur Verfügung steht, ist noch nicht absehbar. Laut Fischborn ist angesichts der Lage mit Bordmitteln eine „gute Lösung“ erreicht worden. Auch wenn die volle Kapazität noch auf sich warten lässt. Der benachbarte Hafen der Wehrtechnischen Dienststelle WTD 71 kann über eine Ersatzschaltung zu 100 Prozent mit Landstrom versorgt werden und bietet Ausweichoptionen.

Kabelschächte wurden mit Löschschaum geflutet

Mitte Dezember hatte ein Feuer die Landanschlusszentrale im Marinehafen außer Gefecht gesetzt. Eine große Rauchwolke über dem Stützpunkt machte das Debakel weithin sichtbar. Neben der Stützpunktfeuerwehr war auch die Freiwillige Feuerwehr Eckernförde eingesetzt, um den Brand zu löschen. Einen Tag später wurde noch ein Schwelbrand in einem der Kabelschächte entdeckt. Sie mussten daraufhin mit Löschschaum geflutet werden.

Beim Bundeswehrempfang Anfang des Jahres bezeichnete der stellvertretende Stützpunktkommandeur, Fregattenkapitän Jörg Müller, das Feuer als einen „Freitag, den 13.“ für die Marine. Die Wiederherstellung der Landstromkapazitäten wird derzeit mit Priorität vorangetrieben.

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