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Eckernförde Levensauer Brücke bis Ende Mai gesperrt
Lokales Eckernförde Levensauer Brücke bis Ende Mai gesperrt
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14:41 17.05.2019
Von Cornelia Müller
Baustelle Alte Levensauer Hochbrücke: Die Sperrung für Fußgänger und Radfahrer gilt jetzt noch einmal von Montag, 20. Mai, bis  voraussichtlich Mittwoch, 29. Mai. Erneut verkehrt der Shuttledienst, der auch Fahrräder mit nimmt. Quelle: WSA Kiel-Holtenau
Neuwittenbek

Der Grund für die erneute Sperrung für fast zwei Wochen auch für die, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind: Einige der geplanten Arbeiten am südlichen Widerlager, also auf der Kieler Seite, müssen jetzt vorgezogen werden.

 "Damit wir rechtzeitig zur Sperrung der Levensauer Brücke für den Bahnverkehr im Juli 2019 den Abschnitt unter den Gleisen angehen können, ist das notwendig", erläutert Thomas Janßen vom Fachbereich Investitionen beim Wasser- und Schifffahrtsstraßenamt Kiel-Holtenau (WSA).

Weggründung unter der Levensauer Hochbrücke ist anders als angenommen

Der Ingenieur erläutert weiter: "Wir reagieren damit auf zuvor nicht erkennbare Abweichungen im historischen Baubestand. Wir haben die Gründung des in den 1950er Jahren angelegten Fuß- und Radwegs im westlichen Teil der Brücke anders vorgefunden als in den Plänen verzeichnet."

Ursprünglich war der notwendige Einbau einer Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer über die Baugrube am südlichen Widerlager der alten Brücke für den 15. Mai vorgesehen. Das soll nun vorrangig am Mittwoch, 28. Mai, geschehen.

Für den gesamten motorisierten Verkehr bleibt die Sperrung der historischen Brücke, die in den kommenden Jahren durch eine ganz neue Bogenbrücke ersetzt wird, bis zum 1. September 2019 bestehen.

Das Fledermausquartier am Nord-Ostsee-Kanal bleibt stehen

Grund für die Sperrungen insgesamt ist die Vorbereitung des rot verklinkerten Gebäudes mit dem Widerlager für den späteren Brückenneubau. Dieser Altbau hat sich zum bedeutenden Fledermausquartier entwickelt. Er bleibt stehen und wird optisch in das neue Bauwerk für Bahn-, Straßen,- Rad- und Fußgängerverkehr gewissermaßen integriert. Das Widerlager bei Levensau in der Gemeinde Neuwittenbek, auf der Seite des Dänischen Wohlds, muss dagegen weichen.

Die erneute Sperrung bis Ende Mai löst zumindest in Neuwittenbek keinen Frust aus. Im Halbstundentakt verkehren Kleinbusse mit Fahrradanhänger und ein großer Stadtbus, der ebenfalls Fahrräder mitnimmt, nach Kiel-Suchsdorf. Das nutzen viele Bürger, um gratis zum Einkaufen und Bummeln in den Fach- und Supermärkten zu fahren.

Ab Neuwittenbek fährt morgens ein großer Stadtbus für die Schüler

Normalerweise ist die Kanalgemeinde weitgehend abgeschnitten vom öffentlichen Busverkehr. Auch der Umweg über die Kanalfähre Landwehr lohnt sich für einige Radler momentan. Das trifft vorwiegend auf Bürger aus Schinkel und Großkönigsförde zu.

"Anfängliche Probleme mit der Beförderung der vielen Fahrräder, wenn Schüler den Shuttle nehmen müssen, sind aus unserer Sicht gelöst", bestätigt Sprecher Jirka Niklas Menke vom WSA Kiel-Holtenau.

"Die Firma Vineta, die den Dienst im Auftrag des WSA leistet, setzt zu den Stoßzeiten einen großen Stadtbus ein. Der nimmt ebenfalls Fahrräder mit und hat genügend Platz für alle. Wir sammeln jetzt auch die Erfahrungen für die langfristige Sperrung, wenn die neue Brücke gebaut und die alte abgerissen wird."

Radfahrer dürfen die große Straßenbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal nicht benutzen

Ein neues Problem habe sich aber herauskristallisiert, sagt Menke. "Es gibt Radfahrer, die jetzt die vierspurige Straßenbrücke als Ausweichstrecke nutzen, weil sie momentan nicht mehr Kraftfahrstraße ist und auch langsamere Fahrzeuge auf ihr fahren dürfen. Das ist gefährlich. Es werden jetzt Schilder aufgestellt, die die Grauzone aufheben und klarstellen, dass Radfahrer und Fußgänger dort nichts zu suchen haben."

Warum so strenge Regeln? Menke: "Das Brückengeländer ist zu niedrig und nicht auf Radler ausgelegt. Es gibt dort oben starken Seitenwind. Die Gefahr ist zu groß." Das habe kürzlich die Verkehrsschau der Behörden mit der Polizei bestätigt. Und noch ein Aspekt spielt vielleicht eine Rolle: Viele Autofahrer halten sich nicht an das neue Tempolimit.

Neue Brücke soll 2024 stehen

Die alte Levensauer Hochbrücke stammt von 1894 und wurde 1955 umgebaut. Ihre Türme wurden abgerissen. Die Eisenbahn-und Straßenbrücke überspannt die engste Stelle des Nord-Ostsee-Kanals, die im Zuge des Neubaus verbreitert wird. Ihre technische Lebensdauer läuft 2024 ab. Bis dahin soll das Ersatzbauwerk stehen. Es bleibt bei der zweispurigen Straßenführung mit kombiniertem Rad- und Fußweg sowie einspurigem Gleiskörper der Bahnstrecke Kiel-Flensburg. Die Fahrbahnen werden von drei auf 3,50 Meter verbreitert, der Geh- und Radweg von 2,50 auf 2,75 Meter. Bauherr ist die Wasser- und Schifffahrtsstraßenverwaltung des Bundes.

Mehr Infos und den Shuttle-Fahrplan finden Sie hier.

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