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14:49 04.02.2020
Von Christoph Rohde
Freude über den Erfolg: Bürgervorsteherin Karin Himstedt und Bürgermeister Jörg Sibbel empfangen das Team der Maritimen Fünfkämpfer mit (v. re.) Matthias Wesemann, Benjamin Neumann, Emilia Klatt, Irène Porschhöfer, Giacomo Gellert, Björn Arendt und Domenique Bogs im Rathaus. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Wuhan, das klingt heute nach Coronavirus. Doch der Ausbruch einer Epidemie war im November noch nicht in Sicht. „Wir flogen rechtzeitig zurück“, sagt Trainer Matthias Wesemann. Die hygienischen Standards für die Sportler vor Ort in China beurteilt er als gut. „Alles super.“ Ob sie auch bei einer Corona-Gefahr nach Wuhan gefahren wären, kann Wesemann nicht beurteilen. „Das wäre eine Entscheidung des deutschen Delegationschefs gewesen.“

Ungewolltes Comeback des Rekordweltmeisters

So wurden die Weltspiele für den Eckernförder Trainer zum besonderen Erlebnis. Der 38-Jährige entschloss sich spontan, für einen verletzten Sportsoldaten aus dem Team einzuspringen – und holte trotz starker Konkurrenz in der Einzelwertung Bronze. Vier Jahre nach seinem Rücktritt von der aktiven Laufbahn war dies ein glänzendes, wenn auch ungewolltes Comeback des Rekordweltmeisters. „Bei der WM in Finnland Ende Juni/Anfang Juli bin ich dann wieder Trainer“, verrät er mit einem Schmunzeln. Hier wollen die Maritimen Fünfkämpfer in „familiärer Atmosphäre und unter fairen Bedingungen“ wieder ganz vorne mitmischen.

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Inoffizielle Europameisterschaften im Stützpunkt

In Eckernförde ist es gute Tradition, dass sich die Militärsportler nach erfolgreichen Wettkämpfen in das Goldene Buch der Stadt eintragen. „Die Maritimen Fünfkämpfer sind ein Aushängeschild für uns und tragen den guten Ruf der Stadt in die Welt“, unterstrich Bürgervorsteherin Karin Himstedt in ihrer Laudatio. Die Weltspiele in China mit 10.000 Athleten wurden von 20 Millionen Fernseh-Zuschauern verfolgt. „Eine so große Aufmerksamkeit würden wir uns auch für Eckernförde wünschen“, so Himstedt. Immerhin finden im Marinestützpunkt im Mai die inoffiziellen Europameisterschaften in dieser Militärsportart statt.

Kooperation mit Eckernförder Vereinen

Rückendeckung aus der Heimatstadt ist den Eckernförder Athleten sicher. „Wir fiebern mit ihnen“, versprach Himstedt. Die Sportfördergruppe ist nicht nur im Militärsport aktiv, sondern kooperiert auch mit Eckernförder Vereinen. So leitet Wesemann mit zwei weiteren Aktiven eine Parcours-Gruppe (Hindernis-Sport) und zwei Turngruppen im EMTV. „Für die Jungs ist das Turnen ziemlich verloren gegangen“, bedauert der Trainer. Der Hindernis- und Fitness-Sport liegt dagegen im Trend. So wollen die Maritimen Fünfkämpfer auch bei der Berliner Hyrox-WM (ähnlich Crossfit) präsent sein. Und es soll ein Nachwuchslehrgang eingeführt werden, um junge Soldaten und Soldatinnen für den Mehrkampf zu begeistern.

Kleine, aber leistungsstarke Truppe

Im Vergleich zu anderen Maritimen-Fünfkampf-Teams ist die Eckernförder Truppe deutlich kleiner. Doch beweist sie im internationalen Vergleich: „Wir sind genauso leistungsstark“, so Wesemann. Die Disziplinen des Maritimen Fünfkampfs setzen sich insbesondere aus Laufen, Klettern, Paddeln und Rudern zusammen.

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