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Eckernförde Misstöne beim Thema Seniorenwohnen
Lokales Eckernförde Misstöne beim Thema Seniorenwohnen
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07:05 22.06.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Zwischen dem Behelfsparkplatz der Schule und der Siedlung Kählerkoppel (im Hintergrund) soll barrierearmer Wohnraum für Senioren geschaffen werden. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Strande

Schon seit einigen Jahren hatte eine Arbeitsgruppe der Kommunalpolitik den Bedarf ausgemacht – damals fehlte allerdings ein geeignetes Grundstück. 2017 erwarb die Gemeinde dann das Areal neben dem Behelfsparkplatz an der Schule: Auf der etwa 5000 Quadratmeter großen Fläche soll das Projekt nun verwirklicht werden.

Es gibt schon Interesse

Seit Bekanntwerden der Pläne im November 2018 „fühlen wir uns durch die Anzahl der Nachfragen auch heute legitimiert, das Richtige zu tun“, betonte Ulrich Kauffmann (FDP) von der Arbeitsgruppe. Das ging in Richtung der Kritiker aus dem Umfeld des bisher unbebauten Grundstücks, die unter anderem hinterfragen, ob der Bedarf von 2014 noch vorhanden sei. 

Barrierearm statt barrierefrei

Auch das Wort „barrierearm“ statt wie bisher „barrierefrei“ in der Vorlage hatte das Misstrauen einiger Anwohner geweckt, die nun den Bau einen schlichten Mietwohnungsblocks fürchten. Für „barrierefrei“ gebe es feste Regeln, begründete Ulrich Kauffmann: Man sei noch im Beratungsprozess, wolle sich aber die Gestaltung der Wohnanlage etwas offen halten.

Er nannte ein Beispiel: In einem barrierefreien Gebäude müsse der Flur so breit ein, dass zwei Rollstuhlfahrer dort aneinander vorbeifahren können. Was sei aber schlimm daran, wenn der Flur schmaler sei und ein Rollifahrer einen Moment warten muss, bis er weiterfahren kann, fragte der Kommunalpolitiker.

Mieten sollen nicht zu hoch ausfallen

Claudia Sieg (SPD) zeigte sich erstaunt, „dass das so problematisiert wird“. Barrierefrei bis zur letzten Konsequenz bedeute schließlich steigende Baukosten und damit auch steigende Mieten: „Deshalb sind wir vorsichtig.“ Man werde – von Fachleuten beraten – jene Kritierien wählen, „die uns wichtig sind“, betonte Kauffmann.

Der Immobilienmakler und Gemeindevertreter verwahrte sich auch empört gegen einen schriftlich vorgebrachten Vorwurf der Befangenheit angesichts seines Berufes: „Ich bringe hier ehrenamtlich mein Wissen ein.“ Bei einem Interesse am Kauf des Seniorenobjekts „hätte ich bei den ganzen Beratungen gar nicht dabei sein dürfen!“ Claudia Sieg unterstützte ihn: „Er bringt viele Kenntnisse ein, die wir gar nicht haben. Ich weise die Vorwürfe scharf zurück!“ Zustimmendes Klopfen von allen Gemeindevertretern.

Ein Parkplatz pro Einheit

Das Gefühl, Anwohner wollten das Projekt madig machen, beschlich den FDP-Mann auch beim Thema Parkplätze: Vorgesehen ist pro Wohneinheit ein Carport-Platz, dazu insgesamt sechs Stellplätze für Besucher. Weil man davon ausgehe, dass Senioren in der Anlage nur noch über ein Fahrzeug verfügen, dafür aber Besuch bekommen, begründete Bürgermeister Holger Klink. „Hätten wir zwei pro Wohnung vorgesehen, wäre uns das aus derselben Ecke vorgeworfen worden“, sagte Ulrich Kauffmann Richtung Anwohner.

Auch größere Einheiten möglich

War ursprünglich zunächst nur von kleineren, 50 bis 75 Quadratmeter großen Wohneinheiten die Rede, soll es nun auch die Möglichkeit geben, einige wenige Einheiten bei Bedarf zu größeren Wohnungen zusammenzulegen. Grund sind Rückmeldungen von Strander Einwohnern, die sich das zum Beispiel wegen vieler großer Möbel wünschen. Dafür soll die Bauweise flexibel sein. Zusammengelegte Wohneinheiten verfügen über zwei Stellplätze.

Nach dem Wettbewerb soll das Grundstück an einen Investor verkauft werden, der das Mietwohnungsprojekt nach den Vorgaben umsetzt. Mittlerweile sei auch rechtlich geklärt, dass Strander Senioren vorrangig berücksichtigt werden können, erklärte Kauffmann. 16 oder mehr Wohnungen sollen im unterkellerten Gebäude mit einer Wohnfläche von 1200 bis 1600 Quadratmetern entstehen.

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