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Eckernförde Fokus Klimawandel trifft ins Schwarze
Lokales Eckernförde Fokus Klimawandel trifft ins Schwarze
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06:10 11.09.2019
Von Tilmann Post
Markus Behrens stieß 2011 zum Green-Screen-Team, als das Festival rote Zahlen schrieb. Seit 2016 ist Behrens Geschäftsführer. Inzwischen steht Green Screen auf sicheren Füßen. Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

Markus Behrens: ...eine gut funktionierende Verzahnung zwischen allen herzustellen, die Green Screen wohlgesonnen sind und uns fördern. Green Screen, das sind 100 Kooperationspartner und Institutionen, die uns unterstützen, außerdem 170 ehrenamtliche Helfer und 400 Mitglieder. Deren Bedürfnisse im Blick zu haben, ist eine meiner Aufgaben, und das ist nicht immer einfach. Da wir stark ausverkauft sind, ist für unsere Helfer zum Beispiel manchmal kein Platz in der Veranstaltung frei, die sie gerne besuchen möchten. Leider kann man es nicht immer allen recht machen.

...dass wir mit unserem Schwerpunkt Klimawandel ins Schwarze getroffen haben, das zeigen die Buchungszahlen, die bereits das hohe Niveau des Vorjahres erreicht haben. Es ist toll, dass wir überhaupt so ein Schlaglicht setzen können. Wir sind schließlich kein Umweltfilm-Festival, sondern sind damit gestartet, die Schönheit der Natur in den Fokus zu nehmen. Mit unseren Preisen für den besten Schnitt, die beste Kamera oder auch die beste Musik steht besonders das Handwerkszeug der Naturfilmer im Mittelpunkt. Trotz dieser Ausrichtung schaffen wir es, die Menschen auf die Bedrohung der Natur hinzuweisen und möglicherweise sogar dazu zu bringen, selbst zu Multiplikatoren für den Schutz der Umwelt zu werden.

...es erfolgreich vorbei ist. Bereits jetzt stecken meinen Kollegen im Organisationsbüro und mir viele Abende in den Knochen, an denen wir bis Mitternacht gearbeitet haben. Während des Festivals werden die Tage manchmal auch später enden. Danach möchte man gerne zwei Tage durchschlafen.

...es nirgendwo so gut funktioniert wie hier. In einer Stadt wie Hamburg würde Green Screen als Event untergehen, in einer kleineren Stadt könnten wir nicht so viele ehrenamtliche Helfer und Förderer rekrutieren. Eckernförde ist ein Urlaubsort, die Fachbesucher empfinden ihren Aufenthalt nicht als Arbeit. Wo gibt es schon einen Seminarraum mit Ostseeblick? Unsere Strategie lässt sich mit Dirk Steffens Worten beschreiben: Das Festival ist wie ein Baum, der seine Wurzeln in Eckernförde hat, dessen Krone sich aber beliebig weit ausdehnen kann. Das tut sie auch, etwa mit der Deutschlandtournee. Und schlussendlich handelt es sich um einen Verein, in dem die Mitgliederversammlung entscheidet – und die würde niemals zustimmen, den Sitz nach Kiel, Hamburg oder woanders hin zu verlegen.

...insofern positiv, dass es ein Beschluss für ein Kino ist. Green Screen hält sich aus der Standortdiskussion heraus. Für uns war wichtig, dass es überhaupt ein Kino gibt, weil wir dringend eine Kapazitätsausweitung wegen der hohen Nachfrage brauchen. Zudem bevorzugen wir ein Kino im innerstädtischen Bereich, weil wir ein Festival der kurzen Wege sein wollen. Die Stadt soll durch Green Scree

...in unser Ticketcenter im Stadthotel am Exer gehen und sich Eintrittskarten kaufen. In der Stadthalle als größter Veranstaltungsstätte mit 450 Plätzen haben wir auch an den stark gebuchten Tagen noch Kapazitäten frei. Zum Beispiel am Sonntag um 10 Uhr, wenn der Schauspieler Hannes Jaenicke seinen Film „Im Einsatz für Geparden“ selbst zeigt.

Zur Person: Markus Behrens

Markus Behrens (39) lebt mit seiner Frau und seinem Sohn (elf Monate) in Strande. Während seines Studiums der Betriebswirtschaft und der Volkswirtschaft in Kiel lernte er Gerald Grote kennen, den ersten Festivalleiter und Erschaffer von Green Screen - beide waren Nachbarn. Als passionierter Klavierspieler erklärte Behrens sich damals bereit, Musik für eine Filmproduktion von Grote einzuspielen. Ende 2011 stieg Markus Behrens dann als Mitarbeiter beim Festival ein, das er bis dahin gar nicht kannte. Er zog Sponsoren und öffentliche Fördergelder an Land, übernahm grafische Arbeit und Bürotätigkeiten, bevor er 2016 Geschäftsführer wurde.

Lesen Sie auch: Die Klimakrise wird zum Green-Screen-Schwerpunkt.

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