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Eckernförde Gütesiegel für Museum Eckernförde
Lokales Eckernförde Gütesiegel für Museum Eckernförde
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06:00 14.12.2018
Von Tilmann Post
Dorothee Bieske zeigt die Plakette, die das Museum im alten Rathaus künftig schmückt.
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Eckernförde

Doch um es zu bekommen, musste die Leiterin einiges bewegen. Als sie 2016 ihren Dienst in Eckernförde antrat, war der Zertifizierungsprozess bereits angestoßen. Die Kommission des Projekts Museumsberatung, das vom Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg, dem Landesverband der Volkshochschulen und dem Nordkolleg getragen wird, hatte nach einem Besuch eine acht Punkte umfassende Mängelliste und ein Protokoll mit etlichen Hinweisen hinterlassen.

Punkt eins: „Das Schild mit der Aufschrift ,Heimatmuseum’ neben der Eingangstür ist zu entfernen.“ Die Einrichtung war lange vor Bieskes Antritt bereits umbenannt worden, die alte Bezeichnung versprühte aber noch verstaubten Charme.

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Während diese Anforderung noch leicht zu erfüllen war, erforderten andere großen Aufwand. So wurde die Beschriftung der Ausstellungsstücke im Bürgersaal als „nicht ausreichend“ bezeichnet. Darauf hat Dorothee Bieske reagiert und große Tafeln in Auftrag gegeben, die den Besuchern „sofort verständlich machen, was wir hier haben“.

„Kulturtouristischer Faktor mit Potenzial“

Ein dicker Brocken ist die Umstellung auf LED-Beleuchtung – auch finanziell. Insgesamt fällt alles, was mit der Zertifizierung zu tun hat, mit gut 100.000 Euro ins Gewicht. Stadt und Museumsverein greifen tief in die Tasche, Dorothee Bieske ist dankbar.

Allen sei klar, dass das Haus ein „kulturtouristischer Faktor mit Potenzial“ ist, wie es im Urteil heißt. „Das Museum bekommt viel Rückenwind. Aber die Verleihung beflügelt auch.“ Denn längst nicht alle Vorhaben sind abgeschlossen, Bieske plant bis 2020. Unter anderem steht die Installation neuer Außenschriftzüge an.

Zertifikate wurden an Vertreter von sieben Museen in Eutin überreicht. 2023 vergewissert sich die Kommission, ob das Eckernförder Haus den Kriterien noch entspricht. Wenn nicht, wird das Zertifikat entzogen – wie eine Tüv-Plakette beim mangelhaften Auto. Aber so weit will Dorothee Bieske es nicht kommen lassen.

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