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Eckernförde Lammzeit auf den Goosseewiesen
Lokales Eckernförde Lammzeit auf den Goosseewiesen
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06:52 07.05.2019
Von Christoph Rohde
Schäferin Stephanie Brokmann hat ein Auge auf Lamm "Nüpsie", das mit einer Flasche aufgezogen werden muss. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Die 33 Muttertiere und ein Bock des Schafhofs Brokmann aus Zimmert bei Rieseby sind hier als lebendige Landschaftspfleger eingesetzt. „Nüpsi“ bekommt noch die Flasche, da Mutter „Laura“, das einzige weiße Schaf in der ansonsten dunkelgrauen Heidschucken-Herde, nicht genügend Milch hatte. „Vom ersten Tag an hat sie gut getrunken“, freut sich Schäferin Stephanie Brokmann. Insgesamt acht „Flaschen-Lämmer“ versorgt sie derzeit zuhause. Später wird auch „Nüpsie“ gemeinsam mit ihren Artgenossen über die Goosseewiesen tollen. Sie sind ein kleines Paradies – nicht nur für Schafe.

Ein Seeadler schwebt fast täglich über das Weideland

Jürgen Schmidt, der seitens des Nabu das Gebiet betreut, verweist auf Besonderheiten: Die selten gewordene Sumpfdotterblume zeigt jetzt ihre leuchtend gelben Blüten. Ab und zu schaut der Eisvogel vorbei, auch wenn noch keine Brut nachgewiesen ist. In einem Gewässer hat sich die große Teichmuschel angesiedelt, die ein Indikator für reines Wasser ist. Und auch der Seeadler schwebt fast täglich über dem Weideland. „Ich hoffe nur, dass er nicht in die Flügel der benachbarten Windanlagen gerät“, sagt Schmidt. Nachwuchs gibt es auch bei Familie Kanadagans: Sechs Küken präsentiert sie stolz.

Die Schafe haben dafür keinen Blick. Sie widmen sich lieben dem saftigen Gras. „Gäbe es sie nicht, wäre hier überall Wald“, sagt Schmidt. Doch dann hätten viele lichtliebende Pflanzen und Tiere hier keine Chance mehr. So sorgen die Heidschnucken, die immer dort grasen, wo gerade keine seltenen Pflanzen wie Orchideen blühen, für den besonderen Artenreichtum des extensiv beweideten Landschaftsschutzgebietes. Nahe des Goossees stehen noch 14 Robustrinder, die von den Schafen getrennt sind.

Die Goosseewiesen sind für die Heidschnucken ideal

Für Stephanie Brokmann sind die Goosseewiesen mit ihrer abwechslungsreichen Vegetation ein Glücksfall. „Das ist genau das Gebiet, das die Heidschnucken brauchen“, sagt sie. Weitere Schafe grasen am Naturerlebniszentrum Maasholm. Insgesamt 110 Muttertiere umfasst die Herde der Brokmanns. „Größer wollen wir nicht werden, das müssen wir als Familie auch noch leisten können“, sagt die Schäferin. Der Betrieb ist zwar nicht biozertifiziert, arbeitet aber nach ökologischen Prinzipien.

Für den Nabu sind im Gegenzug die Schafe ein Segen: „Hätten wir sie nicht, müssten wir einen Lohnunternehmer mit dem Mähen beauftragen“, sagt Schmidt. So geht hier alles seinen natürlichen Gang.

Führungen durch das geschützte Areal nur auf Anmeldung

Führungen durch die geschützten Goosseewiesen sind auf Anmeldung möglich (Tel. 0175/9986637). Der Schafhof geht auch in Kitas und Schulen (Tel. 04355/293).

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