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Eckernförde Winterwandern mit mystischen Momenten
Lokales Eckernförde Winterwandern mit mystischen Momenten
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18:26 21.01.2019
Von Cornelia Müller
Winterwanderung in Felm: Der Wald in Stodthagen und das Kaltenhofer Moor sind Flächen der Stiftung Naturschutz. Die sukzessive Entwicklung zum Urwald ist Ziel. Quelle: Cornelia D. Mueller
Felm

Fluch oder Segen für geschützte Landschaft, auf der als sanfte Pfleger Robustrinder und Exmoor-Ponies zwischen artenreichen Teichen eingesetzt sind? Der Waldparkplatz ist längst vor Wanderbeginn proppenvoll. Die Straße bis zur Kreuzung Krück ist von parkenden Autos gesäumt.

Ich habe eine der letzten Parklücke ergattert. Am freien Tag will ich mal privat auf den ökologisch vielfältigen Weiden, die man nur mit Führer und mit Landwirt Dirk Andresen betreten darf, fotografieren. Inmitten von Menschenmassen, die sich überraschend geduldig in drei Gruppen teilen lassen, scheint das aussichtslos.

Das Kaltenhofer Moor bei Felm bietet zauberhafte Anblicke

Mein Pfad führt spontan aus dem erwartungsfrohen Geschnatter in die Winterstille. Der Waldweg leitet zum Kaltenhofer Moor am Rand des Stiftungslands. Der Morgennebel hat kleine weiße Kristalle an die Gräser geheftet. Die Schneeflocken vom Vortag schmiegen sich weich an den Grund zwischen schmalen Birken- und Erlenstämmen.

Der Vorhang in Grautönen mit pastelligen Farbnuancen verbirgt den Moorsee noch. Dunkel schimmern Wasserflächen neben dem höher gelegenen Weg. Mystisch taucht das Gewirr sterbender Gehölze zwischen Binsen-Inselchen ein. Die Entstehung eines Hochmoors wird man hier über Jahrhunderte beobachten können.

Dann lichtet sich das Gehölz. Stahlblau strahlt die gefrorene Oberfläche des kleinen Sees, wie ein waches Auge inmitten zart verschleierter Landschaft, die jenseits ausgewiesener Pfade alles Schwere für immer verschluckt. Dann treffe ich die Gruppen wieder: glückliche Gesichter, die Blicke geschärft, die Ohren offen für Vogelstimmen.

Die Stiftung Naturschutz wird es bei wenigen Gruppenführungen belassen

"Ich bin überwältigt, wie aufmerksam alle zugehört, wie ruhig sich alle bewegt haben. Selbst die Rinder haben uns Menschen gelassen betrachtet“, resümiert Ingrid Schulze, die wegen des Andrangs als dritte Naturführerin eingesprungen war.

„Es ist ein Segen, dass sich immer mehr Menschen den Naturwald interessieren. Damit das nicht zum Fluch wird, werden wird es wohl trotzdem bei nur einer geführten Wanderung belassen.“ Kein Problem. Auf markierten Wanderwegen kann man auch ohne Führung auf Entdeckungstour gehen. Nur die Weiden gehören dann allein den grasenden Vierbeinern.

Mehr Informationen über die Stiftung Naturschutz finden Sie hier.

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Hier sehen Sie mehr Bilder vom Wald Stodthagen und dem Kaltenhofer Moor.

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