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Eckernförde Seelustbrücke: Bürger erhalten das Wort
Lokales Eckernförde Seelustbrücke: Bürger erhalten das Wort
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12:59 06.11.2019
Von Tilmann Post
Die Seelustbrücke ist marode. Die Politik will nun die Meinung der Bürger über drei Neubau-Varianten einholen. Aber auch der Verzicht auf das Bauwerk steht zur Debatte. Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

"Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung wollen wir auf den Neubau einer Brücke verzichten", hieß es am Dienstag von der SPD im Bauausschuss. "Wir regen aber an, in einer Einwohnerversammlung ein Meinungsbild der Bürgerinnen und Bürger einzuholen." Ein Vorschlag, der auf große Zustimmung traf.

Die 71 Meter lange und 2,60 Meter breite Seebrücke "Kiek in de See" am Strand in Höhe des Hotels Seelust ist marode. Die 42 Stahlbetonträger sind vom Salzwasser stark angegriffen, die Statik ist nicht mehr gewährleistet. Zuletzt war bekannt geworden, dass ein Neubau in gleicher Größe mit 487.000 Euro doppelt so teuer wäre wie ursprünglich angenommen.

Daraufhin arbeitete die Verwaltung eine abgespeckte Variante aus, stellte aber auch einen Verzicht auf die Seelustbrücke zur Diskussion. In Eckernförde gibt es nahe dem Meerwasserwellenbad eine zweite Seebrücke.

Vier Vorschläge für die Bürger von Eckernförde

Vor dem Hintergrund, dass in Eckernförde zurzeit eine Satzung für Bürgerbeteiligung ausgearbeitet wird, unterstützte Rainer Beuthel von den Linken den SPD-Vorschlag, ein Meinungsbild der Einwohner einzuholen. "Genau so eine Frage käme auf die Vorhabenliste. Es wäre schade, wenn dieses zentrale Vorhaben nicht bei der Bürgerbeteiligung berücksichtigt wird", sagte Beuthel.

So sah es auch Rainer Bosse vom SSW und schlug vor, die Frage nach der Seebrücke als Testlauf der künftigen Bürgerbeteiligung zu stellen. Doch das, so war sich der Bauausschuss schnell einig, würde zu lange dauern. Deshalb beschlossen die Mitglieder einstimmig, vier Varianten bei einer Einwohnerversammlung zur Abstimmung zu stellen.

Dazu zählen ein baugleicher Ersatz für bis zu einer halben Million Euro, ein auf 50 Meter Länge und zwei Meter Breite abgespeckter Neubau für 342.000 Euro und ein vollständiger Verzicht.

Grüne wollen Seelustbrücke mit großer Plattform

Die vierte Variante entspricht dem Vorschlag der Grünen mit einem Kostenbudget von höchstens einer halben Million Euro. Demnach soll ein Neubau entstehen, der am Ende eine vier bis sechs Meter breite Plattform mit Sitzmöbeln aufweist. Um im Kostenrahmen zu bleiben, soll unter anderem der Rest der Brücke schmaler ausfallen als derzeit.

Die Grünen begründen ihren Vorstoß für die Seelustbrücke mit dem "hohen Freizeitwert für die Eckernförder Bürger und für die Gäste". Deshalb solle ein Mehrwert geschaffen werden. Ein Neubau biete die Chance auf ein verändertes Konzept.

Nach Angaben aus dem Rathaus steht ein Termin für die Einwohnerversammlung noch nicht fest, sie soll aber noch in diesem Jahr stattfinden. Auch der Modus, nach dem die Bürgermeinung zur Seelustbrücke eingeholt wird, ist noch nicht gefunden.

Je nach Entscheidung lassen sich die finanziellen Mittel laut Bürgermeister Jörg Sibbel (CDU) außerplanmäßig bereitstellen. Axel Sperber vom Bauamt zufolge könnte der derzeitige Seesteg nach erneuter statischer Prüfung möglicherweise noch einmal für die Sommersaison 2020 hergerichtet werden.

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