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Eckernförde Seelustbrücke: Neubau wird zu teuer
Lokales Eckernförde Seelustbrücke: Neubau wird zu teuer
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18:52 03.11.2019
Von Tilmann Post
Die Seelustbrücke ist marode und muss ersetzt werden. Die Verwaltung erwägt aber auch, auf das Bauwerk zu verzichten. Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

Die Schäden an der Seebrücke "Kiek in de See", die wegen der Nähe zum Hotel auch Seelustbrücke genannt wird, waren bereits vor eineinhalb Jahren festgestellt worden. Die Betonpfeiler, auf denen die Holzkonstruktion ruht, sind marode. Der 71 Meter lange Steg ist dadurch statisch nicht mehr sicher.

Inzwischen sind das Bauwerk sowie der Untergrund untersucht und eine genauere Kostenschätzung vorgenommen worden. Ergebnis: Die Kosten für einen Neubau belaufen sich auf 487.000 Euro. Das ist fast doppelt so viel wie bislang gedacht. Das Bauamt Eckernfördes war von 246.300 Euro ausgegangen.

Neubau der Seebrücke könnte kürzer ausfallen

Um die Kosten zu drücken, hat die Verwaltung eine abgespeckte Variante ausarbeiten lassen. Demnach soll der Neubau um gut 21 Meter verkürzt werden, sodass die Brücke nur noch 50 Meter lang sein würde. Außerdem sieht der Plan vor, die Breite um 60 Zentimeter auf zwei Meter zu reduzieren.

Eine weitere Ersparnis würde es laut einer Vorlage für den Bauausschuss bringen, wenn die Abstände zwischen den Pfählen von 3,40 Meter auf 4,50 Meter erweitert werden. Demnach sind auch nur vier statt fünf Längsträger vorgesehen. Statt Beton sollen Pfähle aus Stahlrohr verwendet werden.

Eckernförder Politiker müssen über Verzicht entscheiden

"Die überarbeitete Kostenschätzung beläuft sich nun auf 342.000 Euro", heißt es in der Verwaltungsvorlage. Damit werde der Neubau um knapp 40 Prozent teurer anstatt um fast 100 Prozent.

Nun stehen die Politiker des Bauausschusses am Dienstag, 5. November, um 18 Uhr im Rathaus vor der Frage, ob es die teure oder die abgespeckte Variante sein soll. Die Verwaltung schlägt aber auch vor, angesichts der Kosten vollkommen auf den Neubau der Seelustbrücke zu verzichten.

Planken sind bereits entfernt worden

Das Bauwerk ist etwa 40 Jahre alt. Während die Längsträger, Planken und Geländer von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden konnten, stehen die 42 Stahlbetonpfeiler bereits so lange im Wasser. Dadurch sind Risse entstanden, der Stahl im Inneren rostet.

Wann Abriss und Neubau beginnen könnten, steht noch nicht fest. Laut Axel Sperber vom Bauamt müssen mehrere Behörden involviert werden. "Es sind getrennte Genehmigungen vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, vom Landesamt für Küstenschutz und von der Naturschutzbehörde nötig", sagte Sperber.

Wie lange die einzelnen Verfahren dauern, sei nicht absehbar. Zudem sei es nicht einfach, eine Baufirma zu finden, die das Vorhaben später auch übernehmen könne. Sperber rechnet nicht damit, dass eine neue Brücke vor Herbst kommenden Jahres fertig werden könnte.

Eckernfördes zweite Seebrücke, die nahe dem Meerwasserwellenbad aufs Wasser führt, ist anders konstruiert. Sie ruht auf Holzpfählen und liegt etwas höher, weil sie über eine Steinmole gebaut ist. So ist sie nicht so stark dem Wellengang ausgesetzt. Inzwischen sind die Planken von beiden Brücken entfernt worden, wie vor jedem Winter.

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