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Eckernförde Nur noch auf Umwegen über den Kanal
Lokales Eckernförde Nur noch auf Umwegen über den Kanal
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06:00 31.01.2019
Von Cornelia Müller
So soll die neue Bogenbrücke aus der Perspektive von Levensau aussehen. Sie ersetzt die Stahlbrücke von 1894. Quelle: WSA Kiel-Holtenau
Neuwittenbek

Etwa 100 Menschen strömen Dienstagabend in die Radbruch-Scheune Neuwittenbek zur Einwohnerversammlung. Darunter sind viele Schinkeler. Auch sie pendeln wie Bewohner von Neuwittenbek, Felm, Blickstedt in großer Zahl täglich über den Nord-Ostsee-Kanal, etliche davon mit dem Fahrrad.

Das Fledermausquartier am Nord-Ostsee-Kanal wird außen verändert

Für den Neubau der Bogenbrücke ab 2023 wird das alte Widerlager auf der Südseite auch außen umgebaut. Es bleibt als Fledermausquartier erhalten, hat dann aber keine technische Funktion mehr. Für die Vorbereitung wird die alte Brücke schon 2019 zeitweilig gesperrt. 

Thomas Janßen von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, Projektleiter für den Neubau, und Jirka Menke vom Fachbereich Investitionen verkünden gute Nachricht. Erstens: Der Shuttle, ein Kleinbus mit Anhänger für zwölf Fahrräder, verkehrt vom 1. bis 30. April täglich ab sechs Uhr im 30-Minuten-Takt und von 18 Uhr bis Mitternacht im Stundentakt.

Die nördliche Baustraße wird die Bürger von Neuwittenbek nicht behindern

Zweitens: Neuwittenbeker, die in Levensau am Kanal wohnen, brauchen keine Angst vor jahrelangem Baustellenverkehr zu haben. „Der Vertrag mit dem Kreis über eine Baustraße, die vom Brückendamm auf das Baufeld führt, ist unterschriftsreif“, verkündet Janßen tagesaktuell.

Anwohner Karl-Hermann Günther habe sich „sehr für diese Alternative engagiert, die die Bürger am wenigsten belastet“, lobt er. Günther, der im Saal sitzt und sich danach sofort auf den Heimweg macht, bekommt spontan Beifall. Ohne seinen Einsatz wären Maschinen und Lasten über den Levensauer Weg zum Baufeld am Kanal gerollt.

Der Shuttle fährt zum Testen schon ab 1. April über die vierspurige Brücke

Zunächst wird die alte Brücke für Radler und Fußgänger vom 15. bis 30. April gesperrt. Der Shuttledienst über die neuere B 76-Brücke beginnt dennoch am 1. April, „um zu testen, ob es läuft“. Janßen betont: „Nutzen Sie den Bus auch abends. Fährt er oft leer, könnte man Touren streichen.“

Vorteil der Busrunde: Radler und Fußgänger können am Schneiderkamp/Steenbeker Weg aussteigen. Sie erreichen ab hier per KVG-Bus die Innenstadt. Studenten und Schüler radeln ab Haltestelle zur Uni, zum Ernst-Barlach-Gymnasium, zum Gymnasium Kronshagen.

Autos dürfen die alte Levensauer Hochbrücke bis 1. September nicht befahren

Ab 15. April bis 1. September wird die alte Brücke für den Motorverkehr gesperrt. Auch Trecker oder Motorroller müssen dann auf der vierspurigen Brücke fahren. Janßen: „Zwischen Neuwittenbek und Kiel-Projensdorf ist die B 76 dann keine Kraftfahrtstraße. Es gilt Höchsttempo 80.“

Für die Bahn ist die Brücke während der Sommerferien tabu. Stattdessen verkehren zwischen Eckernförde über Gettorf nach Kiel-Hauptbahnhof Busse. Diese Phase nutzt die Bahn, um zeitgleich den Bahnhof Gettorf barrierefrei umzubauen und die Stellwerkstechnik zu modernisieren.

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