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Eckernförde Platz für Tanzsport und Co. am Sportpark
Lokales Eckernförde Platz für Tanzsport und Co. am Sportpark
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06:49 14.11.2019
Von Cornelia Müller
Eine kleine hellgraue Halle mit bodentiefen Fenstern und Gründach, die sich optisch ans Sportparkgebäude anlehnt: So könnte das zusätzliche Gebäude des GTV aussehen. Rahmenfarbe und Anzahl der Fenster stehen zur Disposition. Quelle: Grafik Hochfeld und Partner
Gettorf

Wer diesmal die Abstimmung erwartet hat, wie die 20 mal 23 Meter große Halle auf dem Dreiecksgrundstück zwischen Parkplatz und Ballfangzaun des Sportparks wirklich aussehen wird, wäre einmal mehr enttäuscht gewesen von der Sitzung am Dienstagabend.

Gleichwohl: Der Ausschussvorsitzende Marco Koch (CDU), der mit den Vertretern des großen Sportvereins bereits über dem Entwurf zusammengesessen hatte, schickt voraus: "Das gefällt mir schon viel besser."

Die lange Vorgeschichte gleicht einem Tauziehen zwischen Politik und Verein. Dass der Verein auf dem kleinen Erbpachtgrundstück der Gemeinde nun wirklich bauen darf und damit auch zugesagten Zuschüsse vom Landessportverband sicher sind, dafür hatte die Gemeindevertretung vor kurzem gesorgt. Nun wird noch der Vertrag ausgehandelt.

Neues Gebäude des GTV wird kein Gerätetraining beherbergen

Der GTV, der je nach Saison bis zu 2600 Mitglieder zählt, hatte sich im Gegenzug verpflichtet, die von der Politik mit Argusaugen beobachtete Gerätetrainingsabteilung nicht in das neue Gebäude zu verlegen und darin womöglich auszuweiten. Stattdessen sollen in zwei kleineren Sälen Tanzsport und Angebote wie Gymnastik, Pilates und Sportarten, die nicht viel Raum benötigen, stattfinden. 

Quer durch die Parteien war auch der erste grobe Architektenentwurf kritisiert worden: zu sehr Industriebau, nicht des Sportparkgebäudes mit dem Lokal La Piazza würdig, die Fenster zu klein. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach wollten die Politiker auch nicht. Sie forderten eine begrüntes Pultdach wie auf dem La Piazza.

Gettorfs Politiker möchten noch mehr große Fenster im GTV-Gebäude

Der neue Entwurf des Büros Hochfeldt und Partner versieht das einstöckige Haus nun mit Gründach und bodentiefen Fenstern. Rechts vom Eingang aber sind kleine, hoch angesetzte Lichtdurchlässe eingezeichnet. Hinter dieser Wand sind Sanitärräume geplant. Davor, so die Idee, könnten die Fahrradständer postiert sein.

 „Da möchte ich aber auch bodentiefe Fenster“, äußerte sich Koch und fand stille Zustimmung bei Grünen und SPD. Man könne Fenster ja auch undurchsichtig gestalten. „Auch die Farbe Rot sollten einige Rahmen aufnehmen – wie beim La Piazza.“ Andere Ausschussmitglieder sahen sich nicht in der Lage, kurzfristig auch zur Gebäuderückseite etwas zu sagen, mit der Koch „kein Problem“ hat.

Rund zwei Wochen Zeit geben sich die Mitglieder jetzt, um ihre Wünsche auf den Punkt zu bringen. Danach wird sich zeigen, ob der angepeilte Kostenrahmen, den der GTV zunächst auf rund 450.000 Euro bezifftert hatte, noch zu halten ist.

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