Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde In der Kirche gibt's jetzt Stapelstühle
Lokales Eckernförde In der Kirche gibt's jetzt Stapelstühle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:50 03.08.2019
Von Tilmann Post
Leicht und bequem, das sind zwei Vorteile der neuen Stühle, die die Pastoren Dirk Homrighausen (links) und Ullrich Schiller in der St.-Nicolai-Kirche zeigen. Premiere feiert die neue Bestuhlung am Sonnabend während einer Taufe. Der nächste Gottesdienst findet am Sonntag, 11. August, statt.  Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

„Das Modell ist filigran und passt zu unserer Kirche“, sagte Pastor Dirk Homrighausen am Freitag. „Mit ihrer Leichtigkeit lenken die Stühle nicht von den Kunstwerken und vom Altar ab.“

Im Gegenteil: Der Kirchengemeinderat habe bei der Auswahl darauf geachtet, dass sie farblich auf den Innenraum mit den Gudewerdt-Kunstwerken abgestimmt sind, denn Sitzflächen und Lehnen aus Holz sind in einem dunklen Braunton gehalten.

Nicht nur Farbe und Form spielten eine Rolle

Sie weisen aber auch eine helle Maserung auf, die mit den Fugen des Mauerwerks korrespondieren, so Homrighausen. Die Gemeinde hatte sich in einer Befragung mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass die bisherigen Kirchenbänke im Zuge der Sanierung des Gotteshauses durch Stühle ersetzt werden sollten.

Die Auswahl des Modells hat sich der Kirchengemeinderat daraufhin nicht leicht gemacht, seit März wurde an einer Lösung gearbeitet. Dabei spielten nicht nur die Form und die Farbe eine Rolle.

Bestuhlung möglichst flexibel halten

Das Untergestell ist aus Stahlrohr in Kufenform hergestellt, auf diese Weise lassen sich bis zu 18 Stühle übereinander stapeln. Das war für die Kirche ein wichtiges Kriterium, denn künftig soll die Bestuhlung möglichst flexibel gestaltet werden können.

Ob in Reihen, in Kreisform oder in Halbkreisen – mit den Reihenverbindern aus Kunststoff lassen sich die Stühle in verschiedenen Formationen aufstellen, können aber fest miteinander verbunden werden. Außerdem lassen sich die Sitzmöbel schnell auf- und abbauen, was dem neuen Konzept des Gotteshauses als offener Raum entspreche, betonte der Pastor.

Modell ist Sonderanfertigung für Eckernförder Kirche

Nicht nur die Lehne ist an der Oberkante mit einem leichten Schwung versehen, auch die Sitzfläche schließt mit einer Rundung nach unter ab, „damit die Stühle bequem sind, das war auch wichtig für uns“, so Homrighausen.

„Es handelt sich um eine Sonderanfertigung, die nach unseren Bedürfnissen gestaltet ist“, erklärte er. Alle 450 Stück haben zusammen rund 65.000 Euro gekostet und wurden von einem Betrieb in Süddeutschland hergestellt.

Jetzt passen 450 statt 360 Menschen in St. Nicolai

Mit der neuen Bestuhlung geht eine erhebliche Erhöhung der Kapazität einher. Während auf den alten Kirchenbänken plus einiger Stühle insgesamt 360 Menschen in St. Nicolai Platz fanden, sind es nun 90 mehr.

„Das ist besonders für Konzerte toll. Zum Beispiel, wenn am 22. September „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn aufgeführt wird“, sagte Homrighausen. Für solche Zwecke können die neuen Exemplare auch nummeriert werden.

Wohin mit dem Gesangbuch?

„Im Normalbetrieb für Gottesdienste sind etwa 120 Stühle nötig“, sagte sein Kollege Ullrich Schiller. Dafür ist ein Problem noch nicht gelöst: Wohin mit dem Gesangbuch während des Gottesdienstes?

Während die alten Bänke eine Ablage boten, fehlt diese Möglichkeit bei den Stühlen noch. Daran werde gearbeitet, so Homrighausen. Ein Teil werde mit einer Ablage ausgestattet, die sich hinten oder an der Seite einhängen lasse.

Die neue Flexibilität zeigt sich auch am 29. November, wenn Green Screen einen Naturfilm in der Kirche zeigt. Dann steht die Leinwand an einer Seitenwand und die Stühle müssen entsprechend ausgerichtet werden.

Mehr Nachrichten aus Eckernförde und Umgebung finden Sie hier.

Bühne frei für Pur und Pohlmann: Nur zwei Tage vor dem Strand-Open-Air in Eckernförde hat das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht in Schleswig eine Beschwerde gegen das Festival mit mehreren Konzerten abgewiesen. Ein Anwohner am Südstrand hatte das Gericht wegen Lärmschutzes angerufen.

Tilmann Post 02.08.2019

Die Infrastruktur der Feuerwehren in Schleswig-Holstein soll besser werden: Dafür wurden jetzt Fördergelder in Höhe von fast neun Millionen Euro angekündigt. Die Förderquoten fielen unterschiedlich aus: So hätte man sich in Felm einen höheren Zuschuss gewünscht, während Groß Wittensee zufrieden ist.

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 02.08.2019

Sie stehen auf Camping im ersten Stock: Johannes Ehmcke und Sonja Zimmermann aus Nortorf schwören auf ein Dachzelt zum Übernachten auf ihrem Auto. Nicht nur auf dem Campingplatz in Surendorf in der Gemeinde Schwedeneck wurden sie immer wieder auf die Konstruktion angesprochen.

Jan Torben Budde 02.08.2019