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Eckernförde Schüler steigen nicht um in Gettorf
Lokales Eckernförde Schüler steigen nicht um in Gettorf
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19:33 25.06.2019
Von Cornelia Müller
Ab 2021 auch im Kreis Rendsburg-Eckernförde, also auch im Dänischen Wohld: Schülernehmen den öffentlichen Bus zum Unterricht - weil er überall fährt. Quelle: Frank Peter
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Gettorf

Es schien zunächst die Quadratur des Kreises. Das neue Nahverkehrskonzept im gesamten Kreis Rendsburg- Eckernförde, das ab 2021 alle Regionen mit einem attraktiven und auf einander abgestimmten Busnetz überzieht, kam von Anbeginn an bei Gemeinden und beim Amt Dänischen Wohld.

Im Prinzip jedenfalls. Gleichzeitig schien der Plan des Kreises, künftig möglichst die gesamte Schülerbeförderung in dem sogenannten Integralen Taktfahrplan einzuflechten, fast unmöglich.

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Schulverband Gettorf und Umgebung ist weitgehend zufrieden

Große Lücken klafften in puncto Schülerverkehr. Schulbeginn und -ende passten teils nicht zu den zunächst veröffentlichten Fahrplänen und Linienführungen. Allerdings hatte der Kreis immer betont, dass dies nicht der letzte Stand sei.

"Jetzt sind wir auf einem sehr guten Weg. Viele passt nun besser als befürchtet. Und das Gespräch mit dem Kreis, das wir noch weiter führen, ist sehr konstruktiv", bekennt jetzt der Schulverbandsvorsitzende für Gettorf und Umgebung, Kurt Arndt (SPD).

So gab der Schulverband bei seiner jüngsten Sitzung am Montagabend auch schon ein positives Signal an die Eltern. Idee: Würde der Kreis noch eine Verbindung nach der sechste Unterrichtsstunde einfügen, sodass nur noch ein kleiner Teil der älteren Schüler eine lange Wartezeit hätte, würden die Schulträger die Rückfahrt selbst in die Hand nehmen und bezahlen.

Kreis Rendsburg-Eckernförde soll eine Satzungsvorschrift zur Schülerbeförderung prüfen 

Ein Beschluss ist dies noch nicht, wohl aber eine einhellige Absichtserklärung. Vorab will der Verband klären, ob der Kreis auf eine Satzungsvorschrift im Fall der Isarnwohld-Schule Gettorf verzichten kann.

Hier sehen Sie mehr Fotos zum neuen Bus-Netz im Dänischen Wohld, im Kreis und zur Schülerbeförderung.

Sie besagt, dass auch jüngeren Oberstufenschülern ein Aufenthaltsraum mit Aufsicht zur Verfügung stehen muss, wenn sie mehr als eine Stunde nach Schulschluss auf ihren Bus warten müssen.

Nach 14 Uhr wäre das schon bei mehr als 30 Minuten Wartezeit erforderlich. "Eine Aufsicht ist für diese älteren Schüler keineswegs nötig", hatte Schulleiterin Marion Ehrich angemerkt. Diese Kosten könne man doch getrost sparen.

Eltern in Sorge wegen langer Fahrzeiten im öffentlichen Bus

Etliche Mütter und Väter waren an dem Abend zu der Sitzung in Gettorf gekommen. Sie waren in Sorge, dass ihre Kinder künftig viel zu lange im Bus sitzen, alle am Knotenpunkt Gettorf umsteigen müssen und letztlich mehr "Elterntaxis" denn je fahren.

"Das Umsteigen in Gettorf ist vom Tisch", bestätigte Svantje Gnutzmann von der Amtsverwaltung und erntete erleichterte Blicke. Sie hatte alle Beteiligten mit der akribischen Auswertung der jeweils aktuellen Informationen des Kreises versorgt.

Laut Planer Malte Nevermann von Kreis werden nun alle Linien am Knotenpunkt Gettorf zu Schulbeginn und -schluss durchfahren. Er nannte weitere Kritikpunkte, "die wir durch eine andere Linienführung ausräumen".

Zwei neue Buslinien lösen Problem bei der Schülerbeförderung

Statt der zunächst gedachten Linien 47 und 48 (Neudorf-Osdorf und Osdorf-Krusendorf) wird eine neue Linie 49 installiert. Sie fährt von Osdorf mit Stopp an der Schule über Stubbendorf, Noer, Lindhöft nach Neudorf.

Unter der Nummer 48 verkehrt künftig ein Bus zwischen Schinkel und Neuwittenbek. Diese Linie ist auf Schüler abgestimmt, fährt darüber hinaus zu anderen Zeiten und passt zu Abfahrtzeiten der Linie 38 in Neuwittenbek nach Kiel.

Jane Koberstein, Vorsitzendes des Elternbeirats der Isarnwohld-Schule, bemängelte abschließend: "Morgens werden einigen Schülern jetzt trotzdem noch zu lange Fahrzeiten und eine zu frühe Ankunft in der Schule zugemutet."

Mitglieder des Schulverbands und das Amt wiesen darauf hin, dass auch heute einige Schüler dasselbe Problem hätten. Sie  würden künftig zügiger bedient, während nun andere einen längeren Vorlauf in Kauf nehmen müssten.

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Lesen Sie hier einen Kommentar zu diesem Thema von Cornelia Müller.

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