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Eckernförde Neuer Rekord: 14 Prozent mehr Zuschauer
Lokales Eckernförde Neuer Rekord: 14 Prozent mehr Zuschauer
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09:57 18.09.2018
Von Christoph Rohde
Green-Screen-Akteure und das neue Festival-Foto für 2019, das der Italiener Giuseppe Bonali von einer Ameise geschossen hat. Von links: Dagmar Behn, Michael van Bürk, Martin Krohn, Markus Behrens, Maike Juraschka, Carsten Füg und Ulrike Lafrenz. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

In diesem Jahr stimmte für Green Screen alles. Das Wetter, die grüne Welle der Begeisterung in der Stadt, die erfreuliche Resonanz der Filmemacher – und letztlich auch das Ergebnis unterm Strich. 3327 Jungen und Mädchen besuchten das Schülerprogramm unter der Regie von Kerstin Borowski. Auch das ein Rekord mit einem Plus von fast 1000 Kindern. Und um das Maß voll zu machen, stieg die Zahl der Filmemacher und Fachbesucher mit 210 Akkreditierungen um über 20 Prozent und die der Einreichungen um 27 Prozent auf 309 Filme aus über 70 Ländern.

Das Festival ist in der Stadt an seine Kapazitäten gestoßen

„Wir sind total glücklich“, fasst Festival-Sprecher Michael van Bürk die vergangenen fünf Green-Screen-Tage zusammen. „Wir sind in Eckernförde aber auch an die Grenzen unserer Kapazitäten gestoßen.“ Mitunter mussten interessierte Besucher weggeschickt werden. „Selbst die Stadthalle war mehrfach ausgebucht“, so van Bürk. So hoffen die Festival-Macher nach wie vor auf ein kommerzielles Kino in Eckernförde sowie auf eine Erweiterung von Übernachtungsangeboten. Martin Krohn vom Förderverein sagte: „Wenn wir das stabilisieren, was wir jetzt erreicht haben, dann sind wir gut.“

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"Die Filmemacher fühlen sich hier richtig wohl"

Keine Grenzen kennt dagegen die Festival-Atmosphäre. „Die Filmemacher fühlen sich richtig wohl hier“, wusste van Bürk zu berichten. Nach wie vor punktet Europas zahlenmäßig größtes Naturfilmfestival mit seinem Mix aus Branchentreff und Zuschauern. Von Annette Scheurich (Marco Polo Film AG) kam nach Angaben der Fördervereins-Vorsitzenden Ulrike Lafrenz das schönste Kompliment: Green Screen, zitiert sie die Produzentin, sei das beste Naturfilmfestival der Welt – hier stimme einfach alles.

Der Erfolg basiert auch auf dem Einsatz von 150 Helfern

Mit 300000 Euro versucht das Management der internationalen Filmschau übers Jahr auszukommen, unterstützt durch viele Spender und Sponsoren. Abgeschlossen wird in der Regel mit einer schwarzen Null. „Das ist nur möglich durch ganz viel Ehrenamt“, sagt Krohn. „Das ist eine Leistung, die hier vor Ort in Eckernförde entsteht.“ 150 freiwillige Helfer greifen Green Screen unter die Arme – vom Fahrer bis zum Filmemacher-Paten. Ein Engagement, das sich nicht ersetzen ließe.

17.09.2018
Cornelia Müller 16.09.2018
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