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Eckernförde Theater-Omas begeistern mit Banküberfall
Lokales Eckernförde Theater-Omas begeistern mit Banküberfall
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14:13 08.03.2020
Von Rainer Krüger
In der Komödie "Rommé to drütt" mutieren drei Kartenspielerinnen zu als Männer verkleidete Bankräuberinnen. Wenn sie das richtige Gehen üben, haben Heike Jöhnk (von links), Sabine Rahn und Elisabeth Stein die Lacher auf ihrer Seite. Quelle: Rainer Krüger
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Neuwittenbek

Dabei lässt das Treffen der drei verwitweten Freundinnen Herta Martens (Heike Jöhnk), Agnes Bargen (Sabine Rahn) und Lisa Karstens (Elisabeth Rahn) zunächst überhaupt nichts Verbrecherisches ahnen. Vielmehr wird bei Herta am Kaffeetisch Rommé gespielt und ihre Enkelin Kerstin Lohmann (Katrin Pasewerk) sieht zu, dass die drei Kartenspielerinnen immer genug in den Tassen haben.

Als das Trio aber auf Bekannte im Seniorenheim zu sprechen kommen, entsteht die Idee, dass  den eigentlich mit Geld geholfen werden müsste.

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Probelauf für Banküberfall sorgt für Lacher

Weil sich die Bank direkt auf der anderen Straßenseite befindet, liegt ein Überfall nahe. Insbesondere Herta ist im plattdeutschen Stück begeistert.  Weil die eigentlich sehr pingelige Agnes merkt, das für sie der „Banküberfall als Verjüngungskur“ wirkt, lässt auch sie sich auf die Planung ein. Da ein Banküberfall geübt werden muss, wird es im zweiten Akt richtig lustig. Denn in ihm ziehen Agnes und Lisa Anzüge an, um als Männer die Bank auszuräumen. Da muss zur Freude der 100 Zuschauer in der  Alten Scheune des Hofs Radbruch der passende Gang geübt werden. Als sie „wie John Wayne“ über die Bühne stakst, hat sie die Lacher auf ihrer Seite.

Für Spannung im Spaß sorgt vor allem im dritten Akt – am Tag des Überfalls – der Freund der Enkelin Norbert Staller (Bernhard Seifert). Da Kerstin den Plan ihrer Oma mitbekommen hat, überredet sie ihn, dem Trio als falscher Kommissar ins Gewissen zu reden. Im Trenchcoach und mit Pistole macht er das auch – und sorgt dabei für die  Wendung zum überraschenden Happy-End.

Sechs von sieben Vorstellungen ausverkauft

Mit der Premiere vor vollem Haus ist Theatergruppenmitglied und Moderator  Karl Popp zufrieden. „Sechs von unseren sieben Vorstellungen sind ausverkauft. Denn zu uns kommt Publikum nördlich und südlich des Kanals“, sagt er. Lediglich für die Vorstellung am Dienstag, 10. März, ab 19.30 Uhr gilbt es noch Restkarten. Vorverkaufsstelle ist der Wittenbeker Höker. Der Eintritt kostet sieben Euro für Erwachsene und vier für Kinder.

Die Auswahl des Stücks ist laut Popp auch dem Mangel an männlichen Darstellern  zuzuschreiben. Wer 2021 mit den Neuwittenbekern auf der Bühne stehen will, kann sich unter Tel. 04346/7541 melden.

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Christoph Rohde 06.03.2020