Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde Bahnhof: Neuwittenbek macht Druck
Lokales Eckernförde Bahnhof: Neuwittenbek macht Druck
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:10 22.08.2019
Von Tilmann Post
Im Jahr 2023 sollen wieder Züge in Neuwittenbek halten. Das strebt zumindest die Gemeinde an. Quelle: Tilmann Post
Neuwittenbek

Der Brief wurde am Mittwoch abgesendet. Adressat ist Staatssekretär Thilo Rohlfs (FDP) im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus. Rohlfs hatte sich Ende März an einer Diskussionsveranstaltung in Gettorf beteiligt.

Dabei stellte er seine Unterstützung für die Reaktivierung des seit mehr als 30 Jahren geschlossenen Bahnhofs in Neuwittenbek in Aussicht. Darauf bezieht sich die Gemeinde jetzt in ihrem Schreiben.

Zudem gehen die Kommunalpolitiker auf die neuen Elektro-Züge ein, die ab 2023 auf der Strecke eingesetzt werden sollen. Darin begründe sich die Hoffnung, „dass die neue Technologie eine Taktung unter Einbeziehung Neuwittenbeks grundsätzlich ermöglicht“, heißt es in dem Brief.

Bekenntnis des Verkehrsministeriums gefordert

Die E-Triebwagen verfügen über eine schnellere Beschleunigung als die derzeitigen Diesel-Züge. Dieses Merkmal war in der Vergangenheit vom Nahverkehrsverbund Nah.SH als Voraussetzung genannt worden, um die Zeit für einen weiteren Halt im Fahrplan berücksichtigen zu können.

Nun will die Gemeinde prüfen lassen, ob eine Machbarkeitsstudie sinnvoll sei. Die Gemeinde wolle sich beteiligen, „wir wünschen uns jedoch auch ein klares Bekenntnis des Verkehrsministeriums und der Nah.SH zum gemeinsamen Ziel, den Bahnhaltepunkt Neuwittenbek zu reaktivieren“, macht Bürgermeisterin Waltraud Meier (SPD) im Namen ihrer Kommune in dem Brief klar.

Sie erwarte, dass das Ministerium bald mitteilt, auf welche Weise sich die Gemeinde wirkungsvoll einbringen kann. Der Wortlaut war von allen Fraktionen in der vergangenen Woche einstimmig beschlossen worden.

Reaktivierung des Neuwittenbeker Bahnhofs in 2023

„Wir arbeiten auf die Reaktivierung des Bahnhofs im Jahr 2023 hin, wenn die neuen Triebwagen fahren. Das ist realistisch“, sagte Waltraud Meier im Gespräch mit unserer Zeitung. Im Juni hatte sich die Gemeindevertretung noch für den Start zum nächsten Fahrplan ausgesprochen, der kommt aber schon am 15. Dezember dieses Jahres.

„Ich denke, wir kommen mit unserem Ansinnen jetzt zur passenden Zeit“, sagte Waltraud Meier. Beispielsweise stehe der Nahverkehr in Kiel gerade in der Debatte, es wird über eine Stadtbahn nachgedacht.

„Kiel denkt ja nicht nur bis zur Stadtgrenze“, so die Bürgermeisterin. Zudem seien die jüngsten Sondierungsgespräche mit Vertretern von Nah.SH durchaus ermutigend verlaufen.

Die Gemeindevertreter entschieden sich nicht zuletzt dafür, an Thilo Rohlfs zu schreiben, weil es aus Kiel zuletzt hieß, dass ein deutliches Zeichen Neuwittenbeks für den Bahnhof fehlte.

Das stieß auf Unverständnis, denn die Bemühungen um den Haltepunkt bestehen seit Jahren. Es hatte sich auch eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Nachbargemeinden gegründet.

Mehr Nachrichten aus Eckernförde und Umgebung finden Sie hier.

Im Dänischen Wohld lässt sich nicht nur gut leben, sondern auch gut drehen. Nachdem im Mai Heino Ferch und Barbara Auer in Schwedeneck für einen Krimi vor der Kamera standen, entsteht dort und in Noer nun ein Vampirfilm. Schon abgedreht sind die Szenen auf Gut Altenhof – auch mit Corinna Harfouch.

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 21.08.2019

Hanglage und Seeblick: Das wussten schon die Steinzeitmenschen zu schätzen. Und so wundert es nicht, dass sie vor etwa 7000 Jahren in der Bucht vor Strande/Stohl siedelten. Seit eineinhalb Jahren erkunden Forschungstaucher die Siedlung: Welche Erkenntnisse haben sie bislang gewonnen?

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 21.08.2019

Nachdem der Lärmschutz-Kläger vom Sandkrug einen „Vergleich“ angeboten hat, will die CDU-Fraktion den Sachverhalt prüfen. „Vielleicht kommt Bewegung in die Angelegenheit“, sagt Fraktionschefin Katharina Heldt. Sie erwartet ebenso wie Bürgermeister Jörg Sibbel Zugeständnisse von der anderen Seite.

Christoph Rohde 21.08.2019