Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde Einmal Wellness für die Tiere
Lokales Eckernförde Einmal Wellness für die Tiere
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:49 28.07.2018
Milch, Käse, Butter und Fleisch: Die jungen Lindhof-Besucher wussten bei der Fütterung sehr wohl, welche Erzeugnisse sie Kühen und Rindern zu verdanken haben. Quelle: Jan Torben Budde
Anzeige
Noer

Beim Füttern packten die Mädchen und Jungen gern mit an – allerdings mussten die Lütten bei den Schweinen auf der Hut sein.

Die Führung übernahm Bauernhofpädagogin Michaela Clausen, die Landwirtin und Agrarwissenschaftlerin ist. In der Hitze hatten sich Kinder und Erwachsenen auf dem Hofplatz im Schatten versammelt. „Mal schauen, was wir für die Tiere tun können“, sagte die 44-Jährige. Zwar suchten sich die Angler Sattelschweine ein lauschiges Plätzchen, trotzdem wäre ihnen eine Abkühlung vermutlich recht – ebenso wie ein Snack. Die Tiere nahmen den Salat dankbar an. Im Anschluss stand Wellness auf dem Programm: Die Kinder kippten Wasser in morastige Bodenvertiefungen, worin sich die Schweine suhlten - zum Grunzen. „Wer sauber bleiben möchte, sollte sich in Sicherheit bringen“, warnte die Bauernhofpädagogin. Als sich die Schweine schüttelten, flog der Dreck durch die Luft.

Anzeige

"Schweine sind nicht zum Kuscheln da"

Bei allen Streicheleinheiten erläuterte sie den Kindern aber auch, dass die Ferkel mit sieben Monaten auf den Schlachthof kommen. „Haben die Schweine gar keine Angst?“, erkundigte sich Lilli (5) aus Altenholz. Die Ferkel wüssten nicht, was auf sie zukomme, sagte Michaela Clausen. So sei es nun mal in der Landwirtschaft: Schweine gehörten zu den Nutztieren. „Sie sind nicht nur zum Kuscheln da, sondern ein Bauern muss auch Geld verdienen“, erklärte die Pädagogin. Deshalb verkauften Landwirte das Fleisch.

Dass die Legehennen fürs Frühstücksei sorgen, das war den Lütten schon vorher klar: Rund 180 Hühner gibt es laut Michaela Clausen auf dem Hof und zwei Hähne. Bei der Fütterung mit Körnern wuselte das Federvieh aufgeregt übers Gelände. Dagegen stolzierte ein Hahn lässig durch die Reihen. „Er sorgt für Ruhe und schlichtet Streit“, erklärte sie. Immerhin haben die Hennen einen Job zu erledigen. „Ein Huhn legt etwa fünf Eier pro Woche“, rechnete die Bauernhofpädagogin vor.

Das ist der Lindhof

Der Lindhof, ein Öko-Versuchsgut der Uni Kiel, im Noerer Ortsteil Lindhöft ist seit 2014 ein außerschulischer Lernort und bietet schwerpunktmäßig Umwelterziehung für Schulklassen an. Zudem gibt es öffentliche Sommer-Führungen. 

Von Jan Torben Budde

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 28.07.2018
Christoph Rohde 27.07.2018
27.07.2018