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Eckernförde In die Welt der Wale eingetaucht
Lokales Eckernförde In die Welt der Wale eingetaucht
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18:21 16.08.2019
Von Rainer Krüger
Die erste Wal-Olympiade war was für Familien: Henning Dombrowski (von links), Ines Flacke und die Kinder Jula und Josse lösten die Aufgaben und nahmen Kissen und Taschen mit nach Hause. Quelle: Rainer Krüger
Eckernförde

Erstmals wurde eine Wal-Olympiade organisiert. Da alle Teilnehmer eine Karte zum Abstempeln bekamen, wurden die fünf Stationen der drei beteiligten Institutionen OIC, Künstlerhaus und Museum spielerisch miteinander verbunden.

Damit sie ein Schweinswal sein konnte, ließ sich Jula die Augen verbinden. Wie die einzige heimische Art der Meeressäuger sollte sie Heringe nach Gehör jagen. Bruder Josse (6) und Finn (6) und Lotta (8) Pfander mimten dabei die Beute. Mit dem Ruf „Fisch“ verrieten sie, wo sie gerade waren. Doch so wäre die Jagd zu einfach gewesen. Deshalb hielten ihre Eltern Ines Flacke (40) und Henning Dombrowski (39) ein Netz. In das sollte der Schweinswal nicht hineinschwimmen. Deshalb gab es von beiden ein „Achtung!“, wenn sich Jula dem Netz näherte.

PAL-Signale ahmen die Sprache der Schweinswale nach

Das Wal-Spiel stellte moderne Schutzmaßnahmen im Meer nach. „In der Ostsee werden sogenannte PAL-Warnsysteme in Netzen ausprobiert“, berichtete Andreas Pfander aus Kappeln. Der Großvater von Finn und Lotta ist nämlich langjähriger Walschützer und Kenner der Ostsee-Population. „Zwischen Anholt und Fehmarn ist der Bestand nicht bedroht“, sagte er. „PAL-Signale ahmen die Sprache der Schweinswale nach“, sagte er.

1766 strandete in Eckernförde ein Wal

Als Walschützer mit Erfahrung konnte er auch einen historischen Überblick geben. So seien im Laufe der Geschichte acht unterschiedliche Walarten für die Eckernförder Bucht dokumentiert worden. Außer dem häufigen Schweinswal seien das auch Buckel-, Finn- und Zwergwal, Beluga, Gemeinde Delfin, Weißschnauzendelfin und Großer Tümmler gewesen. „In den Quellen ist es nicht ganz einfach herauszufinden, welche Art gemeint war. Der 1766 in Eckernförde gestrandete Wal wurde damals nur als Finnfisch bezeichnet. Nur weil er damals von Johann Leihamer gemalt wurde, wissen wir, dass es ein Buckelwal war.“

Für die Kölner Familie gab es bei der Wal-Olympiade aber nicht nur Wissenswertes zu erfahren. Sie konnten auch Andenken mitnehmen. An der Station des Treffpunkts für zugewanderte Frauen in Eckernförde bemalten und bedruckten sie Taschen und Kissen mit Wal-Motiven. Im Museum konnte ein Wal-Rätsel gelöst werden. Neuer Partner beim Wal-Tag war das Künstlerhaus Ottestraße. Dort wurde Wal-Futter produziert.

Stipendiatin Mica Cabildo von den Philippinen, aber auch Mitglieder des OIC-Teams hatten Papier-Vorlagen von Heringen erstellt. Sie mussten angemalt werden. Dazu hatte Urlauberin Susanne Kopp (34) aus Stuttgart Lust. „Ich male ihn bunt an. Dann haben die Wale abwechslungsreiche Kost“, scherzte sie beim Kreativangebot. Für OIC-Leiterin Hannah Sliwka lief die Wal-Olympiade gut. Bis nachmittags um 15 Uhr zählte sie rund 100 Mitspieler.

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