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Eckernförde Lichtreise verwandelt St. Nicolai
Lokales Eckernförde Lichtreise verwandelt St. Nicolai
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14:43 17.11.2019
Von Rainer Krüger
Mit 16 Projektoren wird das Innere der St.-Nicolai-Kirche in Eckernförde bis zum 1. Dezember von 17 bis 22 Uhr besonders illuminiert. „Lichtdurchflutet“ nennt sich die Installation, die Wörter wie Licht, Liebe und Sonne an die Wände wirft. Quelle: Rainer Krüger
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Eckernförde

Der erste Eindruck: Es dominiert das Wort. Denn den in golden leuchtenden Buchstaben scheinen  Begriffe wie Licht, Liebe und Sonne auf Säulen, Orgel und dem Boden. Die Decke des Gotteshauses ist in eine Unterwasserlandschaft verwandelt.

Da das Gestühl eingelagert ist, kann jeder auf Entdeckungsreise gehen. In der Wandelkirche lassen sich an neuen Standorten veränderte Ansichten gewinnen.

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Lichtkünstlerin arbeite die Nacht durch 

Für Pastor Michael Jordan passt die Illumination zum November. Denn schließlich mahne  auch das im Monat übliche Totengedenken daran, „in Gottes Licht zu leben“. Dabei gelte: „Das Licht der Ewigkeit blinkt immer nur in flüchtigen Eindrücken auf.“ Auch über den Aufbau berichtet er.

Eine Woche lang hätten Bethge und ihre Assistent Maj-Lene Tylkowki von Einbruch der Dunkelheit die Nacht durch bis 4 Uhr gearbeitet. Etwa zur den Hintergedanken von  „Lichtdurchflutet“ verrät Bethge auf Fragen Jordans auch. Unter anderen sollen die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft dargestellt werden.

Grundsätzlich sei das Kunstwerk offen assoziativ – also mehrdeutig – konzipiert. „Unterschiedliche Perspektiven ergeben für jeden einen eigenen Film“, sagt sie.

Lichtreise startet 2017 in Schleswig

Im Gespräch mit der Lichtkünstlerin wird auch die Vorgeschichte deutlich. Sie kennt Jordan schon aus der Zeit, als er noch als theologischer Referent von Bischof Gothard Magaard in Schleswig tätig war.

Im St.-Petri-Dom inszenierte sie im Reformationsjubiläumsjahr 2017 eine vierwöchige „Lichtreise“. Jordan fragte bei ihr an, eine eigene Installation in Eckernförde möglich sei. „Jetzt ist die Lichtreise weitergewandert“, so Bethge.

Uschi Zahrnt und Mann Thomas Zahrnt aus Schleswig lassen sich von Bethge anregen und erkunden die Blickwinkel. Sie kennen auch die  Lichtreise im Dom. Gern gehen sie an die Kreativstation. An ihr können Besucher selbst zwei Overheadprojektoren mit Motiven belegen. Da sich beide eine Leinwand teilen, ergibt sich automatisch künstlerisches Teamwork bei dieser Projektion.

Künstlerin löst Rätsel zur Installation

Bethge steht für Gespräche bereit. So kann sie ein Rätsel der Eckernförder Lichtreise lösen. „Bei den Wörtern handelt es sich um keinen zusammenhängenden Text. Es sind Satzfragmente von Beschreibungen des Lichts“. Und auch die sich durch die Unterwasserlandschaft an der Decke bewegenden Kreise, erklärt Bethge: Über diesen Projektor läuft Wasser mit Luftblasen. 

Lichtdurchflutet wird die Kirche noch bis Sonntag, 1. Dezember, jeweils von 17 bis 22 Uhr sein. Zudem wird die Kirche auch von außen beleuchtet – am Sonnabend machten sie farbige Ornamente bunt. 

Klicken Sie hier, um weitere Eindrücke von der "Lichtreise" in der Nicolai-Kirche in Eckernförde zu sehen.
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