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Eckernförde Neues Herzstück für das OIC
Lokales Eckernförde Neues Herzstück für das OIC
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19:01 20.03.2019
Von Christoph Rohde
Der Unterbau steht bereits: Eine Spezialfirma aus Hamm baut das neue Fühlbecken im Ostsee-Info-Center. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Zur Wiedereröffnung am 16. April sollen die Besucher mit Plattfisch, Strandkrabbe & Co wieder auf Tuchfühlung gehen können.

Das Fühlbecken ist das Herzstück des Ostsee-Info-Centers (OIC). „Es gibt kaum ein Eckernförder Kind, das hier nicht schon seine Hände hineingesteckt hat“, sagt OIC-Leiterin Hannah Sliwka. „Viele kommen allein deswegen zu uns.“ Das Fühlbecken ermögliche es, die Unterwasser-Tierwelt buchstäblich zu begreifen und mit ihr in Kontakt zu treten. Denn: „Nur was man kennt, schützt man auch.“ Doch im September war es plötzlich vorbei mit dem Aquarium zum Anfassen. Eines Morgens tropfte Wasser aus dem Behältnis, das OIC-Team war alarmiert.

Die Aale kamen bei den Dorschen unter

„Wir mussten das Fühlbecken räumen“, erzählt Sliwka. Die „tierischen Kollegen“ wie Plattfische, Strandkrabben, Seesterne, Garnelen und Aale wurden teils in die Ostsee ausgesetzt und teils in anderen Becken „zwischengeparkt“. Die Aale beispielsweise kamen vorübergehend bei den Dorschen unter. Unterdessen eilten die Aquarienbauer aus Hamm herbei, um das Fühlbecken provisorisch abzudichten. Doch von vornherein stand fest: Ein Neubau ist unumgänglich. Die Stadt Eckernförde griff dem OIC in dieser Notlage unter die Arme, der Finanzausschuss stimmte dafür, Gelder von 65<VG>000 Euro freizugeben.

Derzeit sind Franz Vennewald und sein Team von der Spezialfirma Vewa Tech dabei, das neue Fühlbecken zu bauen. 1,8 Tonnen Glas müssen verarbeitet werden, die später 4800 Liter Wasser sicher aufnehmen sollen. Auf einer Ausgleichsschicht mit Wassersperre ist bereits das Untergestell aus Aluminium montiert. Mittwoch sollten die ersten Glasplatten aufgelegt werden. Dabei handelt es sich um 26 Millimeter starkes Aquarium-Glas mit drei Schutzfolien. Es ist ungetönt, so dass die volle Transparenz gewährleistet ist. Insgesamt vier Wochen benötigen die Aquarienbauer, um das Fühlbecken komplett fertigzustellen. Dann können alte und neue Meeresbewohner wieder einziehen.

Müll im Meer rückt stärker in den Fokus

Mittelfristig ist mit dieser Aquarien-Erneuerung allerdings noch nicht das Ende erreicht. „Die Seegraswiese und das Dorschbecken sind unsere nächsten Baustellen“, sagt Sliwka. Doch zunächst macht sich das OIC schick für die Wiedereröffnung im April. Neben kleineren Renovierungsarbeiten sind einige Neuerungen geplant. So zieht die Hydrophon-Anlage (Unterwassermikrofon) vom ersten Stock hinunter in die Ausstellungshalle zu den Schweinswalen, da diese Anlage auch auf die Frequenz der Meeressäuger ausgerichtet ist.

Das Eckernförder Ostsee-Info-Center wird im Jahr von durchschnittlich 40<VG>000 Gästen besucht. Enger in den Fokus soll künftig das Problem des Mülls im Meer rücken.

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