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Eckernförde Ein Forschungstauchboot für das OIC
Lokales Eckernförde Ein Forschungstauchboot für das OIC
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18:05 12.11.2019
Von Christoph Rohde
Mit einem Teleskopkran schwebt der Nachbau des Forschungstauchbootes "Jago" beim Ostsee-Info-Center ein. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

In verschiedenen Umbauphasen hatte es sich schon abgezeichnet: Das Ostsee-Info-Center verlagert seinen Schwerpunkt von der Küste Richtung unter Wasser. Schon der Eingang vermittelt einen Blick in die Meerestiefe. „So ist es nur logisch und konsequent, dass sich das über elf Jahre alte Kutterhäuschen in ein Forschungstauchboot verwandelt“, sagt OIC-Leiterin Hannah Sliwka. Die Entscheidung, die „Klara“ herauszunehmen, sei nicht leicht gefallen, fügt sie an. „Aber im Team hatten wir beschlossen, es ist Zeit, etwas zu verändern.“

Ein Kran hebt die "Jago" ins OiC

Die Kappelner Ausstellungsbauer von Euro Science haben dafür ganze Arbeit geleistet. In einem Signalgelb steht am Dienstag der 2,60 mal 2 Meter große Nachbau der „Jago“ auf der Promenade. Wenig später wird das 600 Kilogramm schwere Exponat mit einem Teleskopkran vor die breite Seitentür des Ostsee-Info-Centers gehievt. Von dort aus reicht ein Hubwagen, um die „Jago“ auf ihren neuen Liegeplatz zu schieben. Doch noch ist im OIC einiges zu tun. So erhält das Forschungstauchboot seine Auftriebskörper und seine Innenausstattung.

Tauchgeräusche lassen sich simulieren

Dazu gehören ein Monitor, auf dem ein Tauchgang in der Ostsee vor der Eckernförder Promenade zu sehen sein wird, und eine Schalttafel für Geräusche, mit der Tauchtöne und Sonar-Pings simuliert werden können. Kinder können so spielerisch das Forschungstauchboot entdecken. Aber auch für Erwachsene soll es interessant sein. Info-Tafeln werden Unterwasser-Lebensräume wie Riffe und Sandbänke erläutern und auf Themen wie Klimawandel und Fischerei hinweisen. Äußerlich sind technische Aspekte wie die Ringpropeller erwähnenswert, deren Flügel einzeln im 3-D-Druck angefertigt wurden.

Geomar begleitet das Projekt

Stolz ist Umweltgeograph Sam Warnke, der das „Jago“-Projekt für das OIC noch bis Ende April betreut, auch auf die originale Notboje, die das Kieler Forschungszentrum Geomar zur Verfügung gestellt hat. Die Boje wurde bei über 1000 Tauchgängen vorgehalten, um das Boot bei technischen Problemen wieder aus der Tiefe zurückholen zu können. In Kooperation mit Geomar, dem „Jago“-Team, Wissenschaftlern und dem Landesumweltamt wurden das OIC-Projekt entwickelt. Bei der Finanzierung des 50 000 Euro teuren Exponats unterstützen die Bingo-Umweltlotterie, die Aktivregion, die DM-Aktion „Helfer Herzen“ und der Eckernförder Umweltbildungsverein.

Kutterhäuschen lagern die Stadtwerke ein

Derzeit laufen noch die Umbau- und Renovierungsarbeiten im OIC. So wird das Tauchboot einen Unterbau erhalten. „Es soll quasi auf dem Meeresboden in einer Unterwasserlandschaft stehen“, erzählt Sliwka. Das alte Kutterhäuschen wird jetzt vorübergehend bei den Eckernförder Stadtwerken eingelagert. "Wir wollen es an geeigneter Stelle wieder aufbauen", sagt Geschäftsführer Dietmar Steffens. Wo, ist noch nicht entschieden.

Wiedereröffnung am 1. Dezember

Die Umbau- und Renovierungsarbeiten im Ostsee-Info-Center laufen noch knappe drei Wochen. Sonntag, 1. Dezember, lädt das OIC zur Wiedereröffnung und einem „Tag der offenen Tür“ ein mit adventlicher Stimmung, dem Waffel-Café „Am Meeresgrund“, Mitmachprogramm, Tombola und Musik.

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