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Eckernförde Jugendliche und sexuelle Gewalt
Lokales Eckernförde Jugendliche und sexuelle Gewalt
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17:38 16.01.2018
Von Christoph Rohde
Im Schulzentrum wird die Ausstellung „Echt krass!“ des Petze-Instituts zum Thema sexuelle Gewalt gezeigt. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Laut pocht der Pulsschlag in der ersten von mehreren Kabinen der Ausstellung. Herzrasen zwischen Hass und Liebe. Rapper singen im Kopfhörer ihre ungeschönten Texte. Wenige Meter weiter wird über Klischees aufgeklärt. "Lass dir nichts gefallen, wehr' dich, biete Hilfe an", steht an der Außenwand. Daneben zeigt ein großes Tableau Szenen auf einem Schulhof. Zu sehen sind alle Schattierungen von der zwanglosen Unterhaltung bis zur gewaltsamen Zudringlichkeit. Was ist noch in Ordnung, was nicht? Die Schüler können mit farbigen Magneten die einzelnen Szenen bewerten.

"Die Ausstellung soll den Jugendlichen vermitteln, wo ihre eigene Betroffenheit liegt", sagt Daniel Frank, Schulsozialarbeiter für das Schulzentrum. "Sie sollen spüren, dass sie nicht allein sind, und sollen Möglichkeiten aufgezeigt bekommen, wo und wie sie sich im Ernstfall Hilfe holen können." Das, so Frank, gelte auch für Freunde und Mitschüler, wenn sie Vorkommnisse mitbekommen.

Denn die Statistik zeigt: In 62 Prozent der Fälle tauschen sich von sexueller Gewalt betroffene Jugendliche mit Freunden darüber aus. In 21 Prozent sind es die Eltern und in vier Prozent die Lehrer, die ins Vertrauen gezogen werden. Ganze 25 Prozent der Betroffenen nehmen überhaupt keine Hilfe in Anspruch. Neben Vertrauenspersonen bieten in Eckernförde die Erziehungsberatung der Diakonie und der Mädchentreff "Wilde !Via" Unterstützung an.

Die Ausstellung ist noch bis 26. Januar im Schulzentrum (Eingang ehemalige Gorch-Fock-Schule) zu sehen, geöffnet: Mo-Fr 13-14 Uhr, Mo-Do 15-17 Uhr.

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