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Eckernförde Ehefrau für einen Abend gesucht
Lokales Eckernförde Ehefrau für einen Abend gesucht
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17:40 15.11.2018
Von Christoph Rohde
Foto: Jan Weber (Jan-Ole Hoffmann) kommt nicht so gut damit zurecht, wie seine herausgeputzte Reinmachefrau Erna (Dörte Oldsen) seine Ehefrau mimt.
Jan Weber (Jan-Ole Hoffmann) kommt nicht so gut damit zurecht, wie seine herausgeputzte Reinmachefrau Erna (Dörte Oldsen) seine Ehefrau mimt. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Wie sich am Ende noch das Blatt wendet, das brachte Mittwochabend die Plattdüütsch Theotergrupp Eckernför in einer viel beklatschten Premiere von „Verleeft, verlooft, verloorn!“ auf die Stadthallenbühne.

Retten, was noch zu retten ist

„Ik mut’n gode Indruck maken“, sinniert Jan Weber, in dessen Rolle Nachwuchstalent Jan-Ole Hoffmann bravourös den zwischen Hoffnung und Verzweiflung hin und her Schwankenden gibt. Augenrollend und händerringend versucht er, zwischen den von ihm herbeigerufenen Widrigkeiten und den Erwartungen des puritanischen Chefs aus Amerika zu retten, was zu retten ist. Freundin Helene, erfrischend und mit Leidenschaft gespielt von Nina Willmann, hat er schon mit seinem Schein-Antrag vertrieben. In der Not soll Erna aushelfen.

Mit Pudelfrisur und Leopardenkleid

Die mit viel deftigem Humor von Dörte Oldsen ausgestattete Reinmakersch lässt sich nicht lange bitten und legt den Huulbessen (Staubsauger) zur Seite. Nach der Pause erfolgt die wundersame Transformation: Mit frisch gestylter Pudelfrisur und Leopardenkleid tänzelt Erna ins Szenenbild der Junggesellenwohnung. Das Publikum gluckst vor Vergnügen. Doch wird das reichen, um den Chef aus Amerika und dessen Frau zu beeindrucken? Jan hegt berechtigte Zweifel.

Applaus für eine gelungene Premiere

Am Ende kommt es zum Showdown: Willy und Nadine von Gröben (Jörg Lahr und Ursula Tew) lernen jeweils ganz unterschiedliche „Frauen“ von Jan Weber kennen, denn auch Helene ist reumütig, aber unerwartet wieder aufgetaucht. Und dann platzt noch die schicke Angestellte Gerri (Lydia Möbius) ins Geschehen, hat aber einen Trumpf im Ärmel, um einiges zu richten. Am Ende brandete begeisterter Applaus in der Stadthalle auf für das unter der Spielleitung von Hilde Schlotfeldt inszenierte Stück. Ein gut aufgelegtes Ensemble sorgte für einen ebenso kurzweiligen wie heiteren plattdeutschen Theaterabend – Premiere gelungen.

Weitere Aufführungen sind geplant

Weitere Aufführungen von „Verleeft, verlooft, verloorn!“ folgen am heutigen Freitag, 20 Uhr, Sonntag, 18. November, 16 Uhr, Freitag, 18. Januar, 20 Uhr, Sonnabend, 19. Januar, 15 Uhr, und Sonntag, 20. Januar, 16 Uhr, in der Stadthalle. Karten im Vorverkauf beim Ticketcenter Kieler Straße 55, Tel. 04351/90082483, sowie an der Abendkasse.

Tilmann Post 15.11.2018
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