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Eckernförde Polizeiwache platzt aus allen Nähten
Lokales Eckernförde Polizeiwache platzt aus allen Nähten
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07:16 19.05.2018
Von Tilmann Post
Quelle: tilmann Post
Eckernförde

Dabei klingt die Zahl von 640 Quadratmetern Nutzfläche auf drei Etagen und im Keller nach ausreichend Platz – wenn das 1938 als Reichsbank-Zweigstelle fertiggestellte Haus an der Gerichtstraße nicht hoffnungslos verwinkelt wäre. Allein der mitten ins Gebäude gebaute, große Tresorraum mit dicken Wänden lässt es kaum zu, die Flächen anders einzuteilen.

Enge Gänge, verstreute Umkleideräume

Jede Ecke wird genutzt, um Dienstkleidung und Ausrüstungsgegenstände zu lagern. Umkleideräume sind über alle Etagen verstreut, in engen Gängen können sich kaum zwei Mitarbeiter begegnen.

30 Beamte im Schichtdienst

„Der Grund für den Umzug ist die Raumsituation“, stellt der Revierführungsbeamte Jörg Henningsen klar. Die zentrale Lage in der Innenstadt habe zwar Vorteile, doch der Platz für die 30 Beamten im Schichtdienst sei zu begrenzt. Unter anderem sind noch Büros für Kollegen der Wasserschutzpolizei und der Präventionsabteilung untergebracht.

Kripo-Beamte sind längst woanders untergebracht

Die Enge soll sich im künftigen Gebäude, dem Finanzamt auf dem Mühlenberg, auflösen. Der Umzug war bereits im Gespräch, als die 16 Beamten und drei Angestellten der Kriminalpolizei aufgrund der Platznot vor mehr als drei Jahren vom gemeinsamen Domizil in die Schleswiger Straße übersiedelten.

Umzugsdatum steht noch nicht fest

Am Ziel hat sich nichts geändert, doch konkreter ist der Plan auch nicht geworden. Ein Datum steht zumindest noch nicht für die Zusammenführung von Schutz- und Kriminalpolizei auf dem Mühlenberg fest. Dazu muss das Finanzamt erst einmal ausziehen.

Moderne Zellen in Rendsburg, Kiel und Schleswig

Klar ist hingegen schon jetzt, dass auch dort keine Gewahrsamszellen eingebaut werden. Damit bleibt es bei der derzeitigen Situation: Festgenommene Verdächtige werden nach Rendsburg, Kiel oder Schleswig gefahren. An diesen Standorten stehen moderne Zellen zur Verfügung.

"70 und 80 Gewahrsamnahmen im Jahr"

„Wir haben zwischen 70 und 80 Gewahrsamnahmen im Jahr. Das reicht von Betrunkenen zum Ausnüchtern bis hin zu Festnahmen aufgrund von Straftaten“, erklärt Revierleiter Ralf Lohmeyer. Davon werden etliche gleich nach Kiel oder Rendsburg gebracht, denn von vielen Orten im Dänischen Wohld oder in den Hüttener Bergen sind die Strecken kürzer als nach Eckernförde. „Das Gewahrsam ist für uns ohnehin immer das letzte Mittel – die ultima ratio“, so Lohmeyer.

"Die Deckenhöhen liegen weit unter allen Toleranzen"

Der Weg zu den drei Zellen im alten Reichsbank-Keller führt über eine schmale Treppe, auf der zwei Beamte kaum eine Chance haben, einen renitenten Gefangenen sicher festzuhalten. Unten angekommen, ist das Gewölbe gerade einmal zwei Meter hoch, an manchen Stellen nur 1,85 Meter. „Die Deckenhöhen liegen weit unter allen Toleranzen“, so Henningsen.

Gewahrsam entspricht nicht mehr den Vorgaben

Das Gewahrsam im Untergeschoss entspricht ohnehin nicht mehr den Vorgaben. „Wir müssen jederzeit und unmittelbar zugreifen können. Vom Wachbereich im Hochparterre aus ist das nicht möglich“, erklärt Henningsen. Dass in das Gebäude auf dem Mühlenberg keine Zellen eingebaut werden, stört ihn nicht. Dafür müsste eigens ein Beamter abgestellt werden, rund um die Uhr oder in Rufbereitschaft. Das lohne sich angesichts der geringen Zahl von Festnahmen nicht

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