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Eckernförde Promenade wird nun doch nicht umgebaut
Lokales Eckernförde Promenade wird nun doch nicht umgebaut
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18:34 06.11.2019
Von Tilmann Post
Die Promenade an der Gaehtjestraße behält ihr Pflaster, aber der alte Kiosk wird abgerissen. Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

Die Grünen hatten sich per Antrag für den Rückzieher von allen Planungen ausgesprochen. „Durch die geplante Umgestaltung wird der Mehrwert für die Stadt Eckernförde als zu gering im Verhältnis zu den Kosten von 1,32 Millionen Euro bewertet“, schrieben Sören Vollert und Edgar Meyn für ihre Fraktion.

Angesichts der begrenzten Mittel der Stadt sei der Umbau verzichtbar. Dem schlossen sich alle Mitglieder des Bauausschusses bis auf eine Enthaltung bei der CDU an. Noch im September hatte sich das Gremium mehrheitlich für die „große Lösung“ ausgesprochen.

Demnach sollte auf dem 2000-Quadratmeter-Areal am Innenhafen ein ansprechender Platz mit Natursteinpflasterung und Sitzbänken sowie einem großen, zur Gaehtjestraße hin abfallenden Beet entstehen. Unterhalb der Kaikante war ein Schwimmsteg vorgesehen, für Fußgänger begehbar über Rampen.

Rolle rückwärts durch Eckernförder Politik

Zur Rolle rückwärts kam es am Dienstag, nachdem Landschaftsarchitekt Jens Bendfeldt dem Bauausschuss die genauer ausgearbeiteten Pläne vorgestellt hatte. Angesichts der Kosten kamen Zweifel auf.

„Dann müssen wir auf den Steg verzichten und sparen eine Menge Geld“, sagte Rainer Bosse (SSW) und erhielt die Zustimmung von Georg Bicker (CDU). Als klar wurde, dass der Hochwasserschutz mehr als 700.000 Euro zusätzlich kosten würde und Fördermittel keineswegs gesichert sind, zogen die Politiker nach kurzer Beratungspause die Reißleine und folgten dem Grünen-Antrag.

Der sieht vor, dass das alte Kiosk-Gebäude abgerissen wird, die Pflanzkübel aber erhalten bleiben. Die Pflasterung und die Sitzbänke werden ausgebessert. „Das Gelände wird ,aufgeräumt’“, hieß es. Alles soll nicht mehr als 200 000 Euro kosten.

Promenade der Gaehtjestraße später an Nooröffnung anlehnen

„Zu einem späteren Zeitpunkt kann an die Gestaltung Nooröffnung angelehnt und unter Einbeziehung der nördlich angrenzenden Parkflächen ein Gesamtkonzepts entwickelt werden.“ Außerdem heißt es im Beschluss: „Die Maßnahmen zum Hochwasserschutz werden nicht als vorgezogene Maßnahme umgesetzt.“

Mit 400.000 Euro hatte sich darin der Anschluss am Steindamm als Kostentreiber erwiesen. Das wäre nur mit einer mobilen Schutzwand möglich gewesen. Abgesehen vom Material sind solche Wände teuer, weil sie eine feste Gründung erfordern, die nicht unterspült werden kann, hieß es am Rande der Sitzung vom Bauamt.

Derzeit wird von einem Lübecker Büro ein Hochwasserschutzkonzept für Eckernförde erstellt. Erste Ergebnisse sind im kommenden Jahr zu erwarten.

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