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Eckernförde Wie sich Eckernfördes Mitte entwickelt
Lokales Eckernförde Wie sich Eckernfördes Mitte entwickelt
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18:02 12.03.2018
Von Christoph Rohde
In der Eckernförder Nicolaistraße lässt sich die gewachsene Kleinteiligkeit der historischen Stadtmitte noch gut ablesen. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

„Das Altstadtzentrum ist gut erhalten“, unterstreicht Marie-Luise Zastrow, die die aktuelle Studie verfasst hat. Die historische Struktur sei ablesbar. Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich rund um die Kirche bis zur Nicolaistraße, Gartenstraße und östlichen Reeperbahn als Teil der historischen Stadtmitte. Besondere Aufmerksamkeit legt die Stadtplanerin und Architektin auf die Kirchplatz-Gestaltung und den Umgang mit dem ruhenden Verkehr.

Geprägt ist das Areal von vielen Baudenkmälern. Nicht dazu passen mag für Zastrow die Rückseiten-Optik des Kirchplatzes mit offen abgestellten Mülltonnen. „Dieser Platz ist auch Vorderseite, da würde ich mir mehr Augenmaß wünschen“, sagt sie. Ungleichmäßig präsentiert sich die Gartenstraße, die bislang nicht von der Gestaltungssatzung erfasst wurde. Hier rät die Stadtplanerin dazu, Lücken „zu heilen“ und dafür Gebäude, unter denen Autos parken, zuzulassen.

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Sie plädiert für eine Aufwertung der Randbereiche des Kirchplatzes und empfiehlt generell, bei Neubebauungen die historische Parzellenstruktur beizubehalten. Zastrow warnt hingegen davor, Neubauten zu groß werden zu lassen. Sie zögen dann einen erhöhten Stellplatzbedarf nach sich. Das Wohnen sollte in der alten Mitte im Nutzungsmix festgeschrieben werden, um das Quartier lebendig zu halten. Wichtig sei es zudem, die Gänge für die Wege-Beziehungen zu bewahren. Ferner „schlummerten“ einige Fassaden in der Gartenstraße noch, sie ließen sich aufwerten.

Für die Kirchplatz-Seite der Kieler Straße rät die Stadtplanerin zu mehr Zurückhaltung bei den Werbeanlagen. Der Kirchplatz selbst sollte die Qualität seiner Freiflächen erhalten. Grundsätzlich, so Zastrow, müssten sich Neubauten in das Altstadtbild einfügen und die Parzellengrößen unverändert bleiben. „Erhalten und erneuern – das ist immer ein Spagat“, sagt sie. Gerade im historischen Zentrum Eckernfördes.

Rainer Krüger 12.03.2018
Jürgen Griese 12.03.2018
Niklas Wieczorek 12.03.2018