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Eckernförde Geschmack auf Sprotte gemacht
Lokales Eckernförde Geschmack auf Sprotte gemacht
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17:41 06.08.2019
Von Rainer Krüger
Beim Besuch im Museum Alte Fischräuchrei probierte Selina Scharf die frisch geräucherten Sprotten und kam dabei auf den Geschmack. Quelle: Rainer Krüger
Eckernförde

„Bisher habe ich noch keine Spotte probiert. Wir haben einen Flyer gesehen und sind neugierig“, sagte die Urlauberin Selina Scharf aus Berlin auch im Namen ihres Vaters Steffen Scharf (50).

So waren beide aus ihrem Quartier in Klein Wittensee nach Eckernförde geradelt. Schon eine halbe Stunde nach der Eröffnung trafen sie ein. Dort hatte sich das gut 20-köpfige Team des Vereins „Alte Fischräucherei“ für frühe Besucher präpariert.

„Wir haben erstmals 250 Sprotten vorher geräuchtert“, berichtete Hans-Georg Wonigeit. Er stand mit am Altonaer Ofen. So waren von Beginn an genügend Kostproben vorhanden.

Den über zwei Stunden dauernden Räuchervorgang konnte das Publikum dennoch verfolgen. Denn 400 Sprotten hatte der Verein in Reserve behalten. „Zunächst werden sie im Ofen getrocknet, dann wird mit Erlenspänen geräuchert“, erklärte Räuchermeister Hartmann Hesse.

Für die Gäste gab es nicht nur Vorführungen, sondern auch Mitmachangebote. So nagelte auch Selina Scharf eine Holzkiste für die Sprotten zusammen. „Bevor wir wieder nach Berlin fahren, nehmen wir bestimmt Fisch aus Eckernförde mit“, beschloss sie.

Investitionen ins Gebäude

Vereinsvorsitzende Katharina Mahrt freute sich über die Aktivitäten. „Es ist ein beständiges Kommen und Gehen“, sagte sie mit Blick auf die Besucher.

Dass im Gebäude Gudewerdtstraße 71 tradionelles Räuchern erlebt werden kann, hat einige Investitionen erfordert. „Der erste Bauabschnitt für 350000 Euro wurde zu je 45 Prozent mit Mitteln des Europäischen Fischereifonds und der Stadt Eckernförde finanziert, den Rest trugen wir“, blickte sie zurück.

Den zweiten Abschnitt für 30000 Euro trug die Stadt allein. Im letzten Abschnitt wird der Nagelboden und weitere Ausstellungsräume im ersten Obergeschoss renoviert. Zudem werden im Dachgeschoss Zimmer für den Verein hergerichtet. Die 150000 Euro werden durch den Fonds (85 Prozent) und die Stadt (15 Prozent) finanziert.

„Im Sommer stehen für uns noch weitere Aktivitäten an, so dass die fehlenden Arbeiten für den letzten Abschnitt erst ab September folgen“, sagte Mahrt. Dann soll beispielsweise der Nagelboden eine Heizung bekommen.

Schnelligkeit und Kondition spielen keine Rolle – bei dieser Premiere geht es um den guten Zweck: Am Sonntag, 22. September, fällt der Startschuss für den ersten Hospizlauf in Gettorf. Der Erlös ist für eine Küche im geplanten Gebäude bestimmt. Noch werden Helfer und Sponsoren gesucht.

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