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Eckernförde Region will in Berlin glänzen
Lokales Eckernförde Region will in Berlin glänzen
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08:15 12.01.2019
Von Christoph Rohde
Mit frischem Wind auf die Grüne Woche: Neun Betriebe und Institutionen wollen die Region Eckernförder Bucht in Berlin von ihrer besten Seite zeigen. Mit dabei: Opsteekfru Stine (Christel Fries) und die Gettorfer Rapskönigin Luisa-Marie Kern mit Prinzessin Anne-Kathrin Scheffler. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Sie sind schon Stammgäste auf der Grünen Woche und ein Publikums-Magnet: Opsteekfru Stine und Fischer Fiete werden nicht nur in der Schleswig-Holstein-Halle 22a auf Kundenfang gehen. 5000 frisch geräucherte Sprotten haben die Eckernförder Kultfiguren dabei. „Die sind besonders bei den Bayern beliebt“, erzählt Christel Fries alias Stine beim Vorbereitungstreffen im Technik- und Ökologiezentrum. Der Norden kommt an bei den Süddeutschen.

"Besonderer Spaß mit Erkenntniswert"

Spezialitäten aus der Region bringen auch die Isarnhoe Destillerie aus Altenhof, die Hofbienerie Boklund und die Landkäserei Holtsee mit. Dazu gibt es Mineralwasser aus Wittensee, Wildsalami einer Landschlachterei und für Leckermäuler Süßes aus der Bonbonkocherei. Im umfangreichen Schülerprogramm, das bereits fast ausgebucht ist, basteln Kindern unter anderem Nisthilfen für Bienen oder schütteln Rahm bis er zu Butter wird. „Ein besonderer Spaß mit Erkenntniswert“, weiß Juliane Rumpf vom Vorstand der Aktivregion.

Werbetrommel für Rad- und Wanderwege

Der Gettorfer Tierpark stellt auf der Grünen Woche den Ausbildungsberuf des Tierpflegers vor, die Globetrotter Akademie in Ascheffel will für den schützenswerten Lebensraum Wald sensibilisieren und die Lokale Tourismusorganisation Eckernförder Bucht rührt die Werbetrommel für die Rad- und Wanderwege. „Immerhin können wir auf 75 Freizeitrouten und über 1000 Kilometer Strecke verweisen, auf denen sich die Region entdecken lässt“, sagt LTO-Geschäftsführer Stefan Borgmann.

Auf dem Weg zur digitalen Region

Die digitale Vernetzung im ländlichen Raum bringen die Hüttener Berge ins Spiel. Die Heuherberge Naeve aus Sehestedt beispielsweise ist schon jetzt mit einem virtuellen Rundgang Teil eines Netzwerks. „Wir wollen uns zu einer digitalen Region entwickeln“, sagt Amtsdirektor Andreas Betz. VR-Brillen (Virtual Reality) führen den Naturpark auf der Grünen Woche realitätsnah vor Augen und sollen auch Politiker überzeugen, dass ohne Breitbandanbindung „bis zur letzten Milchkanne“ künftig keine Feriengäste in die dörflichen Bereiche gelockt werden können. Wichtiges Anliegen ist ebenso der Naturschutz. So mangele es den Bienen nach der Rapsblüte an Blühpflanzen, sagt Imkerin Anette Hollenbach. Hier müsse mehr getan werden.

Gemeinsam singen in der Schleswig-Holstein-Halle

Werben für die Region, netzwerken mit anderen Anbietern – das sind Schwerpunkte für eine Präsenz auf der Grünen Woche. „Viele Ideen sind hier schon entstanden“, sagt Rumpf. Und es sei wichtig zu sehen, wie andere Bundesländern unterwegs sind. Sympathiepunkte will der Norden auch mit einem Musikprogramm zum Mitmachen gewinnen. „Jeweils um 16 Uhr singt die ganze Halle gemeinsam“, sagt Aktivregion-Manager Dieter Kuhn. Das wird bis Bayern schallen.

Aktivregion fördert zum letzten Mal die Grüne Woche

Die Aktivregion fördert zum dritten und letzten Mal die Präsenz auf der Grünen Woche mit jährlich 10 000 Euro. Wie es danach weitergeht, ist bislang offen. Doch Matthias Meins, Amtsdirektor Dänischer Wohld, ist zuversichtlich: „Es herrscht ein positiver Geist.“ Vertreter der Kommunen würden sogar mit „Fan-Bussen“ nach Berlin fahren.

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