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Eckernförde Rekord bei Eckernförder Klima-Demo
Lokales Eckernförde Rekord bei Eckernförder Klima-Demo
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18:12 20.09.2019
Von Tilmann Post
Lokalkolorit bei der Fridays for Future-Demo in Eckernförde. Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

„Motor aus, Fahrrad fahr’n, steig doch um auf Bus und Bahn“ – mit lauten Sprechchören zogen die Demonstranten am Morgen von der Hafenspitze aus über die Reeperbahn in Richtung Schulzentrum Süd. Es waren weitaus mehr als die Veranstalter erwartet hatten.

Jacob Grimm (21) aus Ascheffel, der die Demo angemeldet hatte, hoffte im Vorfeld noch auf 500 Teilnehmer. Bislang waren die Kundgebungen seit Jahresbeginn viel kleiner ausgefallen.

Die bislang stärkste fand im Mai mit 350 bis 400 Demonstranten statt. Abgesehen von Kiel war die Eckernförder Demo nun die größte in der Region. Neumünster kam auf 1000, Rendsburg auf 500 Demonstranten.

Kritik an Nooröffnung in Eckernförde

Diesmal waren auch viele Erwachsene dabei. Wie die Schüler hatten sie kreative Plakate dabei, auf denen durchaus lokale Kritik zu lesen war: „Eckernfördes Beitrag zur Klimakatastrophe: Nooröffnung“. Andere forderten auf: „Politiker, wacht endlich auf“, „Gedankenwandel statt Klimawandel“ und „Burn Capitalism, Not Coal“.

Auf der Reeperbahn erreichte der Demonstrationszug eine Länge von 300 Metern. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl entschied die Polizei, die Menge über den vielbefahrenen Lornsenplatz zu führen anstatt durch die enge Unterführung.

Die Beamten begleiteten die Demonstration mit sechs Einsatzkräften. Dass das ausreichte, zeigte sich am Schluss auf dem Kirchplatz – „die gesamte Veranstaltung blieb absolut friedlich“, teilte Sönke Petersen von der Polizei mit.

Glockengeläut für Fridays for Future in Eckernförde

Unterwegs sprangen zahlreiche Teilnehmer ab. Einige Hundert hielten jedoch bis zur Abschlusskundgebung vor der St.-Nicolai-Kirche durch – wo die Gruppe unter Glockengeläut zunächst eine Schweigeminute einlegte.

Im Anschluss ergriff Pastor Michael Jordan das Wort: „Heute sind alle Generationen vertreten, das finde ich toll. Denn wir alle gemeinsam müssen etwas gegen den Klimawandel tun.“ Mit Blick auf Kritik an der Bewegung fragte Jordan: „Wer kann denn etwas gegen saubere Luft haben?“

"Klimaschutz kann Spaß machen"

Eckernfördes Klimaschutzmanagerin Manina Herden betonte, dass Klimaschutz vor allem dadurch erreicht werde, dass jeder einzelne Bürger seinen Lebensstil ändere. Davon müssten die „Fridays for Future“-Anhänger ihr Umfeld überzeugen, um einen gesamtgesellschaftlichen Wandel zu erreichen, sagte Herden.

Da helfe nur die richtige Argumentation. „Kommuniziert, dass Klimaschutz Spaß machen kann. Zum Beispiel damit, wie fit ihr geworden seid, weil ihr Fahrrad statt Auto fahrt“, sagte sie auf dem Kirchplatz.

Hier der Liveblog zu den Protesten in Schleswig-Holstein zum Nachlesen.

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