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Eckernförde Das sind die neuen Radwege
Lokales Eckernförde Das sind die neuen Radwege
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15:27 19.10.2019
Von Cornelia Müller
Schluss mit flottem Fahren: Ab Holtsee ist der Radweg nach Sehestedt eine Katastrophe. Erweitern lässt er sich wegen Platzmangels nicht. Also ist er auch offiziell nur noch irgendein holpriger Weg. Radler sollen den Umweg über den Kanal-Radweg nehmen. Quelle: Cornelia Müller
Eckernförde

Auch auf Landes- und Gemeindestraßen und in Eckernförde ist Radeln teils Qual. Hier sind viele Strecken eng oder schlecht geflickt. Ob Radtour oder Pendelroute: Wer von Eckernförde über Altenhof nach Holtsee und weiter nach Sehestedt und Borgstedt strampelt, könnte sich das Radfahren glatt abgewöhnen. Dabei ist die Bewältigung längerer Strecken für immer mehr Radler ein Kinderspiel. E-Bikes machen auch längere Wege zur Arbeit kurz. Besagte Strecke beginnt am Abzweig der K 14 von der B 76 am früheren Bahnhof Altenhof, führt auf der K 14 durch den Wald zum Gut und weiter über Hofholz, Harfe nach Holtsee.

Von Eckernförde nach Altenhof und Holtsee gibt es keinen Radweg

Einen Radweg gibt es nicht, obwohl die 7,7 Kilometer lange Route auch Ausflüglern wie Urlaubern gefallen würde. Die Straße wird zeitweise stark von Autos und landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt. Für Kinder aus dem Außenbereich von Holtsee ist sie Schulweg. Ganz ärgerlich wird es ab Holtsee auf der L 44/42 bis Sehestedt (4,7 Kilometer) und darüber hinaus. Der alte Radweg an der vielbefahrenen Straße nach Rendsburg hat keine Pflichtbreite, ist durchlöchert, zugewuchert. Begegnen können sich Radler hier kaum. Erweiterbar ist er wegen Platzmangels auch nicht. So nahm der Landesbetrieb Straßenbau die Trasse aus der Benutzungspflicht, entfernte das blaue Schild. Theoretisch dürfen Radler dann auf die Fahrbahn. Hier wäre das teils lebensgefährlich.

Lesen Sie auch einen Kommentar von Cornelia Müller zu den Radwegen

Ab Holtsee sollen Radfahrer den Weg am Nord-Ostsee-Kanal benutzen

„Stattdessen kann man die Route des Landesradwegenetzes am Nord-Ostsee-Kanal nutzen“, klärt Holtsees Bürgermeister Jens-Peter Frank (SPD) auf. „Man radelt ab Meierei ein Stück in Richtung Gettorf, biegt rechts ab und fährt über Lehmkuhl/Eiderhufe, die Eiderbrücke zum Kanal.“ Für Urlauber spielt es kaum eine Rolle, dass diese schöne Srrecke ein Umweg ist. Aber Pendler nervte es. Wer eisernen Durchhaltewillen hat, nimmt doch das haarsträubende Stück bis Sehestedt in Kauf. Hier erreicht man den Kanalradweg schnell. Und wer vom Radweg entlang der L 42 aus Haby kommt und nach Sehestedt will, hat auf 2,2, Kilometern gar keine Wahl. Immerhin: Ab Schirnau bis Borgstedt lässt das Amt den Radweg an der L 42 instandsetzen.

Holtsee blitzte bei Kreis Rendsburg-Eckernförde und Land lange ab

In Holtsee ärgert man sich allerdings noch mehr, „dass es keinen Radweg nach Altenhof und Eckernförde gibt“, betont der Bürgermeister. 40 Jahre verhallten Appelle an Kreis und Land. Nach heutigem Stand würde eine Fahrradtrasse bis Hofholz, wo die Grenze zwischen Holtsee und Altenhof verläuft, zwei Millionen Euro kosten – Geld, das eine kleine Gemeinde nicht allein schultern kann.

Frank: „Das Land gibt uns jetzt Aussicht auf die Förderung in Höhe von 70 Prozent. Also werden wir das angehen. Im Kreisradwegekonzept von 2010, das nie fortgeschrieben wurde, ist diese Strecke leider nicht in der Prioritätenliste eins und zwei. Deshalb hatten wir bisher keine Chance auf Kreiszuschüsse.“ Aber ein Radweg von der B 76 bis Gut Altenhof hat im Kreiskonzept Priorität eins. Die 1,8 Kilometer würden mehr als 450.000 Euro kosten. Das Land hat hier ebenfalls 70 Prozent Förderfähigkeit anerkannt. 2021 soll der Bau beginnen.

Der Etat-Entwurf des Kreises macht Hoffnung auf neue Radwege

„In dem Fall kann der Kreis den Rest der Summe mit weiteren 80 Prozent fördern“, schlüsselt Kreisbauamtsleiter Sebastian Hetzel auf. „Unterstützt das Land mit mindestens 60 Prozent, dürfen wir seit 2019 wieder ergänzen. Das gilt aktuell nur für Projekte der Priorität eins und zwei.“ Nur sie bekommen Geld aus dem mit drei Millionen Euro gefüllten gefüllten Topf des Kreises für den Radwegebau. Doch es geht positiv weiter. Der am Freitag veröffentlichte Haushaltsentwurf 2020 des Kreises sieht Verpflichtungsermächtigungen für den weiteren Radwegebau im ganzen Kreis vor: 1,5 Millionen Euro für 2021 und für 2022/23 je eine Million Euro.

In der Gemeinde Altenhof könnte der Radwegbau 2021 beginnen

Für Altenhof ist das sehr gut. Nun rücken nämlich auch Projekte der Priorität 3a/b in die Förderung. Dazu gehört der Radweg vom Gut Altenhof bis Hofholz. Bis dahin will Holtsee bauen lassen. Auf dem Abschnitt bis Hohenlieth könnte auch diese Gemeinde von Kreiszuschüssen aus dem neuen Fördertopf profitieren. Noch eine sehr gute Nachricht: Der lange Kampf um den Radwegbau zwischen Felm und Felmerholz ist endlich Vergangenheit. Baubeginn der Trasse entlang der gewundenen K 24 soll 2020 sein. Die mutmaßlich über 350.000 Euro teuren 1,5 Kilometer mit Priorität eins werden von Land und Kreis gefördert.

Der Neubau von Radwegen mit der Priorität eins

Altenhof, K 14 ab B 76 bis Gut Altenhof, 1,8 Kilomete (Beginn 2021); Rieseby, K 59 Rieseby-Saxtorf, 2,5 Kilometer (2022); K 24 Felm bis Felmerholz, 1,5 Kilometer (2020).

Der Neubau von Radwegen mit der Priorität zwei

Loose, K 58 Charlottenhof bis K 59, 1,6 Kilometer (2022); Rieseby, K 59 Saxtorf bis K 58, 700 Meter (2022); Thumby, K 61 Thumby bis Grünholz, 2,9 Kilometer (2021); Fockbek K 69 Einmündung K 98 bis K 44, 2,5 Kilometer (Beginn 2021);

Güby, K 54 Esprehm bis Eckhorst, 2,6 Kilometer (2020/21); Hummelfeld, K 55 Gemeindegrenze bis Hummelfeld, 1,1 Kilometer (2020); Hütten, K 55 Färbereiweg bis Gemeindegrenze, 2 Kilometer (2020).

Neubau von Radwegen mit den Prioritäten 3a/b

Dies Radwege kommen in die Förderung, wenn der Eta mit dem Radwegepaket wirklcih beschlossen wird.

Bünsdorf, 1,3 Kilometer K2, Kirchenweg bis Dörpstraat und 2,5 Kilometer Dörpstraat; Loop, 2,4 Kilometer bis Krogaspe; Ahlefeld, K1, 2,1 Kilometer bis Schütte; Sande, 0,5 Kilometer K2/B202 und 1 km bis Kirchenweg Bünsdorf; Timmapse, 2,3 Kilometer K11 bis Schülp; Altenhof, 1,8 Kilometer K 14 bis Hofholz; Großwittensee, 2,7 Kilometer K 51 bis Damendorf; Holtsee, 2,4 Kilometer K 14 bis Hohenlieth.

Bis 2020 geplante oder schon begonnene Sanierungen

Nettelsee, L 49 3,7 Kilometer bis L 67; Deutsch Nienhof, 3,4 Kilometer L 255 bis Wrohe/Rumohr; Alt Duvenstedt, 1,6 Kilometer K 1 bis L 265; Molfsee, 3,8 Kilometer bis K 32; Rumohr, 2 Kilometer K 32 bis Rodenbek; Neumunster, 1,2 Kilometer K 12 bis Padenstedt; Bredenbek, 7 Kilometer K 67 bis L 48;

Kosel, 7 Kilometer K 83 bis Rieseby; Eckernförde, 2,7 Kilometer B 76 Lornsenplatz bis Altenhof und 3,7 Kilometer B 203 bis Timmermeß; Achterwehr, 4,4 Kilometer L 194 bis Landwehr; Kronshagen 150 Meter L 194; Quarnbek, 1,3 Kilometer K 3 bis Melsdorf; Altenholz, 1,2 Kilometer K 19 bis Lummerbruch.

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