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Eckernförde Roter Teppich für 117 Oldtimer
Lokales Eckernförde Roter Teppich für 117 Oldtimer
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15:33 21.07.2019
Von Tilmann Post
Bullig wirkte der „Buckel-Volvo“ mit breiten Kotflügeln und hoher, gewölbter Motorhaube. Das Modell des schwedischen Autobauers aus den 1950er-Jahren war weit verbreitet und ist noch heute ab und an auf den Straßen zu sehen. Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

Das weckte Kindheitserinnerungen beim Landesvater: „Wir hatten früher selbst einen Käfer. Ich habe immer auf der Rückbank gesessen“, sagte Günther, der erst einige Tage zuvor von seiner Afrika-Reise zurückgekehrt war. Dort hatte der Bundesratspräsident als Vertreter des Bundespräsidenten Angola und Namibia besucht.

Der Oldtimer von 1954 ist jedoch nicht Günther eigenes Gefährt, sondern war für die Ausfahrt zum Gut Hemmelmark nur geliehen. „Wer hatte früher keinen Käfer?“, fragte Waldemar Behn verschmitzt mit Blick auf Daniel Günthers Teilnahme. „Der Reiz an Oldtimern ist eben, dass viele sich und ihre eigenen Erlebnisse darin wiedererkennen.“

Moderator bewies Fachkenntnis am roten Teppich

Behn und seine Mitstreiter vom Verein Eckernförde Classics hatten zum 14. Treffen in Eckernförde den roten Teppich am Hafen ausgerollt, auf dem jede einzelne der historischen Karossen für die Zuschauer vorgestellt wurde, sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag.

Kurz vor der Abfahrt nach Hemmelmark zog Fritz Gey bereits eine erste Bilanz – sehr gelungen seien die Classics 2019 gelaufen, besonders das Programm für die Fahrer in der Region mit Schlei-Rundfahrt und Besichtigung der Werft Robbe & Berking. Waldemar Behn übernahm die Moderation beim Schaulaufen am Hafen, bei der der Eckernförder Spirituosen-Unternehmer umfangreiche Fachkenntnis bewies.

Jeep als Kontrapunkt zu chromblitzenden Straßen-Schönheiten

Als etwa der „Buckel-Volvo“ aus dem Baujahr 1954 mit seiner typischen Knickfrontscheibe vor der Bühne anrollte, verriet Behn, dass das Modell eigentlich den Namen PV 444 trägt. PV stehe schwedisch für Personenwagen und die Zahlenfolge für vier Personen, vier Zylinder und 40 PS. „Der hier hat aber schon 50 PS“, so Waldemar Behn.

Einen Kontrapunkt zu den chromblitzenden und meistens mit schicken Weißwandreifen ausgestatteten Straßen-Schönheiten vergangener Zeiten stellte ein originaler US-amerikanischer Militärpolizei-Jeep aus dem Jahr 1962 dar. Allein dieses Modell, das von der Firma Willys Overland USA hergestellt wurde, dürfe sich Jeep nennen, so Behn.

"Erhalten, was sonst in der Schrottpresse landet"

Bei allen anderen Fahrzeugen handele es sich um Geländewagen oder allenfalls SUVs. Die Marke Jeep sei später verkauft worden. Die wichtigste Eigenschaft der damaligen Militärfahrzeuge sei, dass sie leicht zu reparieren seien. „Ein Schweißgerät musste reichen“, so Behn.

Der Autoliebhaber selbst besitzt einen VW Bus, Ausführung Samba, ebenfalls von 1962. Auffälliges Merkmal: 23 Fenster. Den Blick heraus kenne er aus Kindertagen: In der Transport-Version des T1 sei er häufig auf dem Beifahrersitz bei Getränkeauslieferungen dabei gewesen. „Faszinierend am Hobby Oldtimer ist, etwas zu erhalten, was sonst in der Schrottpresse landet“, sagte Waldemar Behn.

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