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Eckernförde 3000 Besucher beim "Tag der Marine"
Lokales Eckernförde 3000 Besucher beim "Tag der Marine"
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16:59 24.07.2019
Von Christoph Rohde
Reges Treiben am Hafen zum „Tag der Marine“. Im Hintergrund ist das Mehrzweckboot „Mittelgrund“ der WTD 71 zu sehen, das besichtigt werden konnte. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Raus aus dem Stützpunkt, rein in die Stadt – das steht hinter dem Konzept des „Tags der Marine“. Anfangs aus einer Verlegenheit entstanden, weil Teile des Stützpunkthafens gesperrt waren, gehört die Veranstaltung inzwischen zur festen Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr in Eckernförde.

Im Blickpunkt stand diesmal die „Mittelgrund“. Am Heck des Mehrzweckbootes der Wehrtechnischen Dienststelle WTD 71 durften Besucher einmal einen 15 Kilogramm schweren Taucherhelm aus Kupfer ausprobieren.

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Die alte Helmtaucherausrüstung bringt es auf 80 Kilogramm

„Vor 35 Jahren sind wir damit noch getaucht“, erläuterte Ralf-Ove Homann, Tauchermeister bei der WTD. Und Urlauber Andreas Drechsel aus Sachsen staunte nicht schlecht, dass die gesamte Ausrüstung mit Trockenanzug und Eisenschuhen ganze 80 Kilogramm wiegt.

Kinder konnten unterdessen eine Unterwasserdrohne mit Videokamera fernsteuern und dabei den Antriebspropeller des Schiffes live auf einem Bildschirm sehen. „Für die Jungs ist das total spannend“, sagte Diana Bullerjahn aus Hannover, die mit Bennet (10) und Cousin Paul (9) zum Open Ship kam.

Der Zoll präsentierte die neue "Gelting"

Die „Mittelgrund“ ist ein vielseitiges Schiff. Nach Angaben von Kapitän Günter Heyn fungiert sie als Taucherbasis ebenso wie als Schlepper, U-Boot-Begleitung oder schwimmendes Labor. Sie kann den Meeresgrund abscannen und sogar Altlasten aufspüren. Der Zoll präsentierte unterdessen stolz eines seiner neuen Boote: die erst vor elf Wochen in Dienst gestellte „Gelting“.

Bilder vom "Tag der Marine" im Eckernförder Stadthafen

Das Schiff ist nicht nur 25 Knoten schnell, sondern besitzt auch einen speziellen Dieselpartikelfilter zur Abgasreinigung. „Bei uns gibt’s keine Rauchfahne“, sagte Schiffsführer Michael Schrader. Der Zoll hat ein Auge auf den Warenverkehr über die Grenze, kontrolliert aber auch Jachten, Betriebsstoffe und geht gegen Drogenschmuggel vor.

Kampfschwimmer erklärten ihre Ausrüstung

Viel Aufmerksamkeit bekamen ebenfalls die Kampfschwimmer und das Seebataillon, die sich mit Teilen ihrer Ausrüstung vorstellten, darunter Kampfanzüge, Waffen, Drohnen und ein Speedboot. Die Stützpunkt-Feuerwehr hatte ihre Löschwagen mitgebracht. Und das Eckernförder THW stellte sich mit seinen Einsatzfahrzeugen vor. Eine Marinebarkasse lud zudem zu Hafenrundfahrten ein.

Trotz des Strandwetters besuchten 3000 Gästen den "Tag der Marine" in Eckernförde. "Wir sind sehr zufrieden", sagte Chef-Organisator Leutnant zur See Nils Perleberg im Anschluss an die Veranstaltung.

„Offener Stützpunkt“ in Eckernförde

Am 7. August 2019 folgt der „Offene Stützpunkt“

Nach dem „Tag der Marine“ im Stadthafen folgt am Mittwoch, 7. August, der „Tag des offenen Stützpunktes“ in Eckernförde. Von 10 bis 16 Uhr öffnen sich die Tore des Marinehafens für Besucher. Mit etwas Losglück können Gäste hier ein U-Boot der modernen 212A-Klasse besichtigen. Zum Open Ship laden aber auch das MehrzweckbootMittelgrund“, das Hohlstablenkboot „Pegnitz“ und der Seenotrettungskreuzer „Fritz Knack“ ein. Ein Highlight ist das Abseilen von

Soldaten des Seebataillons aus dem Hubschrauber auf ein Schiff. Das Luftgeschwader „Immelmann“ bringt ein begehbares Tornado-Cockpit mit und es gibt eine Schau militärhistorischer Fahrzeuge mit Rundtouren. Ein Bootsshuttle fährt vom Stadthafen zum Stützpunkt, ein Busshuttle ab den Haltestellen Zob und Gaehtjestraße. Letzter Einlass ist um 15.30 Uhr. 

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