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Eckernförde Jetzt gibt es eine Demo am Südstrand
Lokales Eckernförde Jetzt gibt es eine Demo am Südstrand
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07:00 26.08.2019
Von Christoph Rohde
Die Aktion „Pro Kultur!“ um Initiator Gerrit Baumeister (vorne rechts) setzt sich für den Erhalt der Konzerte und Feste am Eckernförder Südstrand ein. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Der Initiator der Facebook-Gruppe, der 50-jährige Gerrit Baumeister, wohnt erst seit fünf Jahren in Eckernförde, hat jedoch als Hobby-DJ schon am Südstrand aufgelegt und ist begeisterter Besucher des Strand-Open-Air. Nachdem Oktoberfest und Bacardi Beach Party aus Lärmschutz-Gründen hier nicht mehr stattfinden können, befürchtet Baumeister, „dass wir in ein paar Jahren hier gar nichts mehr haben“.

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Der Anlass des Ärgers

Ein Anwohner aus dem Sandkrug in Eckernförde und ein Strandkorbbesitzer haben die Regelung durchgesetzt, dass Musikveranstaltungen am Südstrand nicht länger als bis 22 Uhr laufen dürfen. Auch gilt auf der B76 in diesem Abschnitt mittlerweile Tempo 30. Autofahrer äußern ihren Frust mit einem Hup-Konzert. Das wiederum nervt die Anwohner, die mit der Klage nichts zu tun haben.

Die jetzt geplante Demonstration sei symbolisch gemeint. „Wir haben die Hoffnung, dass sich die Stadt Eckernförde bewegt und dass sich der Sandkrug-Kläger bewegt“, sagt der Aktionist. Denn so könne es nicht weitergehen.

Eckernförde soll "keine Rentnerstadt" werden

Seine Befürchtung: Wenn immer mehr Veranstaltungen und Angebote auch für Jüngere wegfallen, zögen sie weg. „Eckernförde muss aufpassen, dass es nicht zur Rentnerstadt wird, in der alle um 22.30 Uhr nach Hause geschickt werden“, sagt Baumeister.

Dass seine Facebook-Gruppe "Pro Kultur! Konzerte und Partys am Südstrand Eckernförde" so durch die Decke ging, hat ihn selbst überrascht. Wenn sich 100 meldeten, wäre das gut, habe er gedacht. Doch jetzt sei die Seite „explodiert“.

Zum Pressetermin am Pavillon sind auch andere Südstrand-Verfechter erschienen. „Da stellt einer die Kultur und den Straßenbetrieb auf den Kopf“, kritisiert Heidi Krassowski (51) die Lärmschutz-Klagen. „Jetzt steht Eckernförde auf“, hofft sie auf eine große Beteiligung an der Demonstration.

Südstrandkonzerte "sich wichtig für die Stadt"

Auch Helmut Mielkau (70) ist überzeugt, dass der Verkehr in Eckernförde fließen müsse. Und die Konzerte seien wichtig für die Stadt: „Für BossHoss nächstes Jahr sind schon die ersten Zimmer gebucht“, sagt er. Gerd Möller (61) kann die ganze Kritik an den wenigen Strand-Partys und -Konzerten nicht verstehen. „Der Winter ist lang“, sagt er. „Da freut man sich doch, wenn es im Sommer etwas zu feiern gibt.“

Infos zur Demo

Die Demonstration ist inzwischen angemeldet. Treffpunkt ist am Sonntag, 8. September 2019, um 11.30 Uhr der Südstrand-Pavillon. Dort ist zunächst eine kleine Kundgebung geplant, begleitet von akustischer Musik des Trios „Die Mension“. Anschließend geht es entlang der B76 und dem Sandkrug zum Domstag. Von dort begibt sich der Umzug wieder zurück zum Südstrand, wo er noch einmal musikalisch empfangen wird.

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