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Eckernförde Stadthalle: Sanierung hat begonnen
Lokales Eckernförde Stadthalle: Sanierung hat begonnen
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12:30 07.08.2019
Von Tilmann Post
Der Sanierungsbedarf an der 70er-Jahre-Stadthalle in Eckernförde ist hoch. Aber offenbar sind die Schäden nicht so akut wie angenommen. Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

Laut Sanierungsplan werden die Betonplatten nun erst 2020 entfernt. Unterdessen hat der erste Abschnitt der über lange Zeit politisch umstrittenen Sanierung begonnen.

Die mächtigen Platten aus Stahlbeton, die die Attika hoch oben an der Fassade rund um das 1972 errichtete Gebäude bilden, sind durch Korrosion stark angegriffen. Einzelne Teile drohten abzustürzen.

Attika: Statiker bestätigt Standsicherheit

Als das 2016 festgestellt wurde, wollte niemand das Risiko eingehen, dass jemand verletzt wird. Deshalb wurde eine Konstruktion aus dicken Holzbalken an der Fassade befestigt, die das Herabstürzen im Notfall verhindern würde.

Zunächst spielen sich die Arbeiten noch hinter den Kulissen ab.

Noch Ende vergangenen Jahres hieß es, dass die statische Garantie bis höchstens Ende des Jahres 2019 bescheinigt wird. Das gilt nun nicht mehr: „Die Standsicherheit der Attika ist durch einen Statiker auch für 2020 bestätigt“, teilte Jörg Freudenreich, stellvertretender Leiter des Bauamts, auf Nachfrage mit.

Trostloses Bild an Eckernfördes Kultur-Mittelpunkt

Deshalb kann die Erneuerung der Platten nun erst während der Hauptbauzeit im kommenden Jahr erfolgen. Laut Freudenreich wird die Sicherheitslage an der Stadthalle aber ständig beobachtet. „Es findet ein regelmäßiges Monitoring statt“, sagte er.

Bereits in der Vergangenheit sind einzelne Teile der Attika herausgebrochen. Das ist an den Schäden einzelner Betonplatten zu erkennen, an denen zum Teil ganze Ecken und Ränder fehlen. Auch an anderen Stellen gibt Eckernfördes Kultur-Mittelpunkt ein trostloses Bild ab. Auf der Rampe an der Promenadenseite wuchert Gras, Teile der gemauerten Fassade weisen Schäden auf.

Die über Monate diskutierte Sanierung spielt sich derzeit noch hinter den Kulissen ab, lediglich vorbereitende Arbeiten innerhalb des Baus werden erledigt. So haben der Austausch der Lüftungsanlage sowie die Erneuerung der Elektrik begonnen. Später sollen Toilettenräume saniert werden.

Kosten und Zeitplan werden eingehalten

An die Fassade geht es erst im zweiten Abschnitt zwischen April und September kommenden Jahres. „Die veranschlagten Kosten sowie der Zeitplan werden eingehalten“, so Jörg Freudenreich. Sechs Millionen Euro sind verplant.

Darum hatte es in der Vergangenheit Aufregung gegeben, weil die Kosten zunächst viel zu gering eingeschätzt wurden. Im vergangenen Jahr musste die Ratsversammlung 2,7 Millionen Euro zusätzlich freigegeben. In der Diskussion war auch ein kompletter Neubau, der aber mit mehr als 18 Millionen Euro zu Buche geschlagen hätte.

Nach den derzeitigen Plänen sieht die Stadthalle innen wie außen auch nach der Sanierung fast genauso aus wie derzeit. Nur der Pavillon der Tourist-Information wird erweitert und der Lesesaal der Stadtbücherei wird umgebaut. Zudem reißen die Bauarbeiter den Übergang zum benachbarten Stadthotel ab.

Im September 2020 soll alles fertig sein

Die Veranstaltungen sind nicht beeinträchtigt. „Die Wintersaison nehmen wir noch mit“, sagte Sabrina Bock von der Touristik- und Marketinggesellschaft. Erst im kommenden Frühjahr wird die Stadthalle für die Sanierung geschlossen. „Letzte Veranstaltung ist die Konzertreihe am 23. März 2020“, so Bock.

Jörg Freudenreich bestätigte: Die Hauptbauzeit soll im September 2020 „abgeschlossen sein, sodass im Herbst das Green-Screen-Festival dort wieder stattfinden kann“. Auch in diesem Jahr steht die Stadthalle dem Naturfilmfestival zur Verfügung.

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