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Eckernförde NOK-Ausbau wird weiter vorbereitet
Lokales Eckernförde NOK-Ausbau wird weiter vorbereitet
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15:14 22.04.2016
Von Jan Torben Budde
Immer mehr und größere Schiffe befahren den Nord-Ostsee-Kanal, weshalb die künstliche Wasserstraße ausgebaut wird. In einer Einwohnerversammlung in Schinkel informierte das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau über die anstehende Erweiterung der Oststrecke. Jörg Brockmann (Foto unten, von links), Sönke Meesenburg und Niels Böge aus der Planungsgruppe standen den Bürgern Rede und Antwort. Quelle: Jan Torben Budde
Schinkel

In der Einwohnerversammlung am Donnerstagabend mit rund 50 Besuchern ging es um Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten, archäologische Funde und Bomben.

„Wir gehen davon aus, dass der Kanal nach wie vor attraktiv für die Schifffahrt ist“, sagte Brockmann aus der Planungsgruppe. Deshalb solle der Ausbau der etwa elf Kilometer langen Oststrecke 2018 beginnen. Zunächst ist der Abschnitt zwischen Großkönigsförde und Groß Nordsee dran, danach folgt voraussichtlich ab 2021 oder 2022 die Strecke von Landwehr bis Levensau. Vorgesehen ist laut WSA die Verbreiterung des Nord-Ostsee-Kanals und die Abflachung der engen Kurven, wozu die Böschung ausgebaut wird.

Bevor die Erweiterung startet, sind aber bauvorbereitende Maßnahmen notwendig, die auf der Südseite in Flemhude schon begonnen haben. „Dort entsteht unser Logistikzentrum inklusive Schiffsanleger für den Ausbau“, berichtete Niels Böge. Solche Vorbereitungen sollen noch im Herbst dieses Jahres auch auf der Nordseite starten. So wird Brockmann zufolge zwischen Schinkel und Großkönigsförde eine Baustraße errichtet, die über Felder verläuft. „Damit soll Verkehr auf den Gemeindestraßen vermieden werden“, so der Planer. So sehen die Pläne in Schinkel am Gut Rosenkrantz gleich zwei Flächen vor, wo trockener Aushub vom Nord-Ostsee-Kanal abgeladen werden soll – ein weiteres Gelände befindet sich am Gut Warleberg in Neuwittenbek. Dagegen lande der nasse Aushub in der Ostsee, so Meesenburg.

Nicht zuletzt mit Blick auf die Schulwege erkundigte sich Bürgermeisterin Sabine Axmann-Bruckmüller, inwieweit der Ort von den Bauarbeiten betroffen sein werde. Nach Einschätzung von Niels Böge rollen in einem Zeitraum von fünf Monaten täglich 15 bis 20 Lkw-Touren durchs Dorf, um Material für die Baustraße zu liefern. „Der landwirtschaftliche Verkehr ist stärker“, zog Meesenburg einen Vergleich.

Im Publikum tauchten Fragen zu den Arbeitszeiten auf. „Wir sind auf eine Tagesbaustelle beschränkt“, berichtete Brockmann. Nahe Wohngebieten sei das Buddeln nachts, feiertags und an Wochenenden tabu. Zudem wäre der Bodentransport auf dem Kanal ohne Tageslicht gefährlich, weil die Beleuchtung vor Ort kompliziert sei.

Vorher ist noch der Kampfmittelräumdienst im Einsatz. Auf der Südseite haben Experten laut Böge vor allem Schrott entdeckt, aber auch Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Ebenso soll die Auswertung von Luftbilder ergeben, wo sich die Bombensuche in Schinkel lohnt. „Im Krieg gab es durchaus Notabwürfe“, so Böge. Sind mögliche Blindgänger beseitigt, könne die Bagger rollen.

Und wie steht es mit archäologischen Untersuchungen? „Sie sind bereits abgeschlossen“, antwortete Böge auf Nachfrage des Publikums. Es gab historische Funde, „die noch aus der Kaiserzeit – der römischen, nicht der wilhelminischen – stammen“, berichtete er.

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