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Eckernförde Keine neuen Rinderseuchen-Fälle
Lokales Eckernförde Keine neuen Rinderseuchen-Fälle
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13:13 11.03.2018
Laut Landwirtschaftsminister Robert Habeck wurde in Schleswig-Holstein kein weiterer Rinderherpes-Fall entdeckt. Quelle: Arno Burgi/dpa
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Kiel

"Ich bin sehr erleichtert. Wir haben keine neuen Fälle der Rinderseuche BHV1 in Schleswig-Holstein entdeckt. Nach dem Ausbruch an verschiedenen Stellen, haben wir die Beprobung der umliegenden Ställe nochmals intensiviert. Alle Proben waren negativ. Das ist in diesem Fall sehr positiv", so Robert Habeck am Montag. Betroffen ist unter anderem ein Milch- und Mastviehbetrieb im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Das BHV1-Virus wurde hier in einem erkrankten Tier nachgewiesen. In nahezu allen anderen rund 660 Tieren wurden zudem Antikörper gegen das Virus festgestellt. Es handelt sich um sogenannte Reagenten; diese Tiere tragen also das Virus in sich, ohne selbst erkrankt zu sein. Das Fleisch dieser Tiere muss laut dem Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung (MJEVG) nicht vernichtet, sondern könne bedenkenlos verzehrt werden, da der Erreger nicht auf den Menschen übertragbar ist. Klinisch erkrankte Tiere dagegen würden gemäß der BHV1-Bundesverordnung getötet und dürften nicht als Lebensmittel in den Handel gelangen, so das Ministerium weiter.

Bislang 900 Rinder geschlachtet

Zudem wurden in einem weiteren Betrieb im Kreis Rendsburg-Eckernförde sowie in zwei Betrieben im Kreis Stormarn ebenfalls BHV1-Reagenten festgestellt. Die betroffenen Betriebe sind gesperrt und die vorgeschriebenen Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet worden. Infizierte Tiere, in denen Antikörper nachgewiesen wurden, müssten geschlachtet werden, teilte das Ministerium mit. Von den insgesamt 1800 betroffenen Rindern wurde bereits die Hälfte der Rinder geschlachtet. Für die geschlachteten Tiere wird zusätzlich zum Schlachterlös eine Entschädigung bis zur Gesamthöhe des gemeinen Wertes dieser Tiere vom Tierseuchenfonds und vom Land Schleswig-Holstein gezahlt. Eine genaue Entschädigungssumme kann erst nach Durchführung der Maßnahmen bestimmt werden.

Keine Weiterverbreitung

Zu den Bekämpfungsmaßnahmen in den betroffenen Betrieben gehören unter anderem Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen. Zudem werden Kontaktbetriebe und Betriebe im direkten Umfeld der betroffenen Betriebe auf BHV1 untersucht. Diese Untersuchungen haben bislang keinen Hinweis auf eine Weiterverbreitung des Virus auf weitere Bestände ergeben.

Deutschland seit Juni 2017 offiziell BHV1-frei

Aufgrund der aktuellen Nachweise von BHV1-Reagenten in Schleswig-Holstein hat das Landwirtschaftsministerium die Kontrolluntersuchungen intensiviert: Derzeit werden Betriebe mit einem erhöhten Risiko für eine BHV1-Infektion über die regulär stattfindenden Kontrolluntersuchungen hinaus engmaschiger überwacht. Auch diese Untersuchungen verliefen bislang mit einem negativen Ergebnis. Für Deutschland gilt seit Juni 2017 der offizielle Status der BHV1-Freiheit. Dieser Freiheitsstatus ist durch vereinzelte Nachweise in Deutschland nicht gefährdet. Nachweise einer BHV1-Infektion werden auch in weiteren Bundesländern fortlaufend gemeldet. Im Februar wurden aufgrund einer Ausbruchsmeldung aus Nordrhein-Westfalen Kontaktbetriebe in mehreren Kreisen in Schleswig-Holstein untersucht. In keinem Betrieb wurde das Virus nachgewiesen.

Einzeltiere könnten weiterhin betroffen sein

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen können zukünftig weitere Tiere von dieser Rinderseuche betroffen sein. So können durch den Handel mit Rindern infizierte Tiere unter anderem aus nicht BHV1-freien EU-Mitgliedsstaaten trotz hoher Auflagen vor dem Verbringen zugekauft werden. Die Rinderhalter seien daher gehalten, weiterhin strenge Biosicherheitsmaßnahmen aufrecht zu erhalten, teilte das mit Ministerium mit. Betriebe seien abzuschirmen und zugekaufte Rinder zunächst separat zu halten und auf Rinderseuchen zu untersuchen, bevor die Tiere in die Herde integriert werden könnten.

Von KN

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