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Eckernförde Pkw kracht in Wohnwagen
Lokales Eckernförde Pkw kracht in Wohnwagen
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12:16 25.06.2019
Von Olaf Albrecht
Schwerer Unfall auf der B203 Quelle: Carsten Rehder
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Klein Wittensee

Nach Angaben der Polizei in Ascheffel war die Fahrerin (67) eines VW Golf gegen 8.15 Uhr mit Fahrtrichtung Eckernförde aus bislang unbekannter Ursache ins Schleudern geraten und seitlich mit einem entgegenkommenden Wohnwagengespann kollidiert. Der Wohnwagen wurde linksseitig aufgerissen, löste sich von der Kupplung und geriet auf die Leitplanke.

Bundeswehr leistete Erste Hilfe beim Unfall auf der B203

Fahrer (78) und Beifahrerin (71) des Wohnwagengespanns wurden nur leicht verletzt und vor Ort ambulant behandelt. Die 67-jährige Unfallverursacherin wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Soldaten der Bundeswehr leisteten Erste Hilfe und sicherten die Unfallstelle ab.

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B203 wegen Unfalls knapp zwei Stunden gesperrt

Betriebsstoffe liefen aus, die Straßenmeisterei reinigte die Fahrbahn. Die B 203 war bis etwa 10.30 Uhr gesperrt, der Verkehr wurde örtlich umgeleitet. Die beteiligten Fahrzeuge wurden total beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auf rund 50000 Euro geschätzt.

Die Zahl der Unfälle in Schleswig-Holstein ist im Jahr 2017 gestiegen. 90.050 Mal krachte es laut Polizei, ein Anstieg um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch wo sind Menschen auf dem Weg zur Arbeit besonders gefährdet, welche Kreuzungen oder Autobahnabschnitte sind besonders unfallträchtig? Wo geschehen Unfälle in Schleswig-Holstein mit Verkehrstoten?

Um Menschen in Schleswig-Holstein Antworten auf diese Fragen zu geben, veröffentlicht KN-online eine Karte über Unfälle in Schleswig-Holstein. Sie zeigt nahezu alle Unglücke im Straßenverkehr mit Personenschäden, also jene Unfälle in Schleswig-Holstein, bei denen Menschen verletzt wurden oder starben.

Dazu gibt es Zusatzinformationen – zum Beispiel, wie sich der Unfall ereignete, ob es taghell war oder dämmerte, ob die Straße regennass oder winterglatt war. So entsteht eine Übersicht über die gefährlichsten Straßen Schleswig-Holsteins

Die Karte über Unfälle in Schleswig-Holstein enthält Angaben der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder für das Jahr 2017. Die Daten basieren auf Meldungen der Polizeidienststellen. In mehreren Bundesländern - so auch in Schleswig-Holstein - nimmt die Polizei die Koordinaten der Unfälle bei der Unfallaufnahme auf. So ist es möglich, die Unglücksstellen auf einer Karte zu verorten.

Zahl der Unfälle in Schleswig-Holstein steigt

In den vergangenen Jahren mehrten sich die Verkehrsunfälle. Zählte die Polizei im Jahr 2013 knapp 73.788 Unfälle in Schleswig-Holstein, waren es vier Jahre später gut 16.000 mehr. Die Polizei begründet die Zunahme vor allem mit dem gestiegenen Verkehrsaufkommen.

Doch es gibt auch eine positive Entwicklung in der Unfallstatistik: Im vergangenen Jahr zählte die Polizei in Schleswig-Holstein 100 Verkehrstote - so wenige wie nie. Experten erklären den Rückgang unter anderem damit, dass die Fahrzeuge sicherer geworden sind. Außerdem habe sich die medizinische Versorgung, in der Notfallversorgung als auch im Krankenhaus, verbessert.

Wochentags mehr Unfälle als am Wochenende

Wie stark der Zusammenhang zwischen dem Verkehrsaufkommen und der Zahl der Unfälle ist, zeigt die folgende Grafik. Wochentags, wenn viele Berufstätige zur Arbeit eilen, ereigneten sich nach Angaben der Statistiker mehr Unfälle in Schleswig-Holstein als am Wochenende. Wer sich sonntags ins Auto oder aufs Fahrrad setzt, kommt dagegen sicherer durch:

Unfälle in Schleswig-Holstein 2017

Die folgende Karte zeigt basierend auf den Daten der Statistiker alle Unfälle in Schleswig-Holstein im Jahr 2017, bei denen mindestens ein Mensch verletzt wurde oder starb. Sie können an die Karte heranzoomen und auf jeden einzelnen Punkt klicken oder tippen, um weitere Informationen zu dem Unfall zu erhalten:

Tilmann Post 25.06.2019
Cornelia Müller 24.06.2019
Olaf Albrecht 24.06.2019